Donnerstag, 24. August 2023

 

Erfahrungen mit Trust Pilot

TrustPilot - ein kleiner Erfahrungsbericht über den Bewertungsriesen und was dahinter steckt. 


Trustpilot wirbt damit informationen für Kunden nach einem Sternebewertungsprinzip darzustellen. 
Dabei sind 5 Sterne die höchstbeste Bewertung, 1 Stern die schlechteste. 

Nun passiert jedoch folgendes. Ein Kunde bewertet zum ersten mal das ABC Unternehmen mit 5 Sternen. 
Diese 5 Sterne Bewertung ist öffentlich sichtbar. Ausgewiesen werden jedoch nur 3,7 Sterne für das mit 5 Sternen bewertete Unternehmen.

Warum? Weil Trustpilot einfach her geht und 7x3,5 Sterne als Bewertung dazu baut. Wie bitte? Ja richtig gelesen. Eine 5 Sterne Bewertung bedeutet nicht 5 Sterne bei Trust Pilot. 

Warum macht man so etwas? Auf Anfrage hin bekamen wir eine Antwort Avon Trustpilot das dies bei
Erfahrungen Trust Pilot

jedem Kunden so gemacht wird. Und darin liegt der Trick. Keine Benachteiligung, für jeden gilt das selbe und damit ist es rechtlich nicht angreifbar. Täuschung der Kunden ja - hier kann man dann in Dänemark, dem Sitz des Unternehmens vor Gericht ziehen. Erste Urteile hierzu gibt es (noch) keine. 

Was soll man tun? Lasst die Finger von Trustpilot. Bewertet bei Google oder sonst wo. Dieses Geschäftsprinzip ist nicht nur dreist, es liefert schlichtweg die falschen Informationen und ratet Unternehmen runter die von echten Kunden gut bewertet wurden. 

Das man tausende 5 Sterne Bewertungen braucht um die gefakten 7x3,5 Sterne auszugleichen dürfte bekannt sein. Ein Geschäftsmodel auf das man sich als Kunde nicht verlassen kann und einem als Unternehmen sehr ärgert. Hier ist Google einfach ehrlicher und vor allem, zumindest was Bewertungen betrifft nicht manipulativ.


Für diesen Blogeintrag haben wir recherchiert  und TrustPilot um eine Stellungnahme gebeten. 

Die genaue Antwort findet man zum nachlesen nochmals hier:


Victoria J (Trustpilot Content Integrity) 

14. Aug. 2023, 11:13 GMT+1 

Hallo,
 
Vielen Dank, dass Sie uns im Zusammenhang mit Ihrem TrustScore kontaktiert haben.
 
Wir verwenden bei der TrustScore-Berechnung einen Bayes'schen Durchschnitt, um sicherzustellen, dass ein Unternehmen mit wenigen Bewertungen mit einem ausgeglichenen Score beginnt. Das bedeutet, dass wir automatisch den Wert von sieben Bewertungen mit jeweils 3,5 Sternen in alle TrustScore-Berechnungen einbeziehen. Je mehr Bewertungen ein Unternehmen sammelt, desto kleiner wird dieser Faktor bei der Berechnung.
 
Bitte lesen Sie unseren hilfreichen Artikel zum Sammeln weiterer Bewertungen: 5 Möglichkeiten, kostenlos Bewertungen zu sammeln  
 
Weitere Informationen und welche weiteren Faktoren wir bei der Berechnung Ihres TrustScores berücksichtigen, finden Sie hier: „ TrustScore und Sternebewertung erklärt “.
 
Für zukünftige Anfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
 
Beste grüße,

Ich habe ein Übersetzungstool verwendet, um auf Ihre E-Mail zu antworten. Wenn Sie mir Feedback zu dieser Übersetzung geben möchten, klicken Sie bitte hier.


Auch hier geht es nur darum diesem Unternehmen neue Bewertungen zuzuführen. Für solche Praktiken gibt es , wohl nicht nur von mir - 1 Stern.  Wenn ein Unternehmen auf Trustpilot keine 4 Sterne hat, dann liegt es nicht am Unternehmen. Es liegt an der Methode wie gezielt manipuliert wird.

Kopfschütteln:Ja, Unverständnis: Ja, was dagegen tun? Nein. Wir haben uns anwaltlich beraten lassen. Trotz dessen das hier ein deutscher Markt bedient wird und es ganz offen eine Täuschung gegenüber dem Leser ist, gibt es keine rechtliche Handhabe dagegen vorzugehen. Auch das ein Unternehme das mit 5 Sternen bewertet wurde öffentlich durch Manipulation schlechter dargestellt wird und dadurch sogar Umsatzeinbußen entstehen ist rechtlich alles kein Problem. 

Den Aufwand den Unternehmen Jeden Tag alleine schon durch das DSGVO betrieben um alles Ordnungsgemäß und Fehlerfrei abzuwickeln ist Groß. Sehr groß. Es ist absurd. Man kann wohl tatsächlich nur eines dagegen tun. Finger weg von Trust Pilot! 



Mittwoch, 10. Juni 2020

Schwarz und Weiss - 2020 George Floyd

Schwarz Weiss 2020 George Floyd


In Zeiten wie diesen verändert sich alles. Corona, die Menschen unsere Wirtschaft und unsere Zukunft. Ist das alles noch normal ? Ob es nur mir so geht ? Diese Frage stellen sich viele. Ein gutes lesen, euer Peter Neher.


Sklaverei, der weisse Mann, Kriminalitätsstatistik, Todesstrafe USA, Ungerechtigkeit, Menschenhandel, die Liste ist lang. Sehr lang. Seit meine Generation und ich bin Jahrgang 1974 auf der Welt ist führte man uns an die Normalität. 10 Jahre früher war es normal das ein schwarzer bei einer Verkehrskontrolle angehalten wurde weil er nicht das älteste Auto fuhr. Damals war es auch undenkbar das ein schwarzer in der deutschen Nationalmannschaft spielt. Heute, nach Jordan, Michael Jackson und Martin Luther King ist diese Zeit Gott sei dank vorbei. Zumindest hat sie sich erheblich in unserer Gesellschaft verbessert. Vorbei wäre übertrieben. 

Das es nie sein darf das ein Mensch bei einer Kontrolle durch die Polizei gefesselt ums Leben kommt steht ausser Frage. War George Floyd kriminell ? Anscheinend Ja. Mehrere Gefängnisaufenthalte stehen in den Akten, wie bei vielen weissen eben auch. An dem Abend seiner Verhaftung war er wohl nicht ganz Drogenfrei und hat versucht in einem Geschäft Zigaretten mit Falschgeld zu bezahlen. 4,5,6 Dollar. Spannender fand ich dann die Nachricht das sich der Polizist der nebenbei in einem Nachtclub arbeitete und George Floyd sich wohl kannten. Wohl gemerkt wenn dies stimmt. Und spätestens hier wird das für mich dann zum Vorsatz. 

Was dann passierte war unglaublich. Ein Land im Ausnahmezustand. Vandalismus , Rassismus,
Ausschreitungen. Einsatz des Militärs. Trump in einer Knallhartlinie. Nach einer Woche beruhigte sich die Lage. Bilder von eingeschlagenen Scheiben und Plünderungen wurden weniger. George Floyd wurde in einem goldenen Sarg aufgebahrt und weltweit wurden Trauerfeiern und Gedenkveranstaltungen abgehalten. 

Nach der Beisetzung neben seiner Mutter sah man Bilder weisser Menschen die den schwarzen die Füsse waschen.

Nun scheiden sich die Geister. Ist es übertrieben? Gerecht ? Normal ? Wer hat der Mutter die weissen Füsse gewaschen deren Kind von einem schwarzen vor einen Zug gestossen wurde ? Ist ein Mord aus Rassismus anders zu werten wie ein Mord einer kranken Psyche ? Macht es andere wütend zu sehen das es aus dem Gleichgewicht gerät und wird das selbe beim nächsten schwarzen Menschen passieren der Opfer wird? 

Ich denke hier wird jeder eine eigene Meinung haben. Geprägt von dem was erlebt wurde, geprägt von dem was man glaubt und denkt zu wissen. Das Leben als höchstes Gut zu sehen, unabhängig einer Hautfarbe ist zumindest ein Schritt in eine normale Richtung. Für 2020 ist das ganze jedoch äusserst tragisch. Solch ein Vorfall hätte es nie geben dürfen und wenn, hätte er in den 50'er oder 60'er Jahren spielen müssen. Ob man danach einen goldenen Sarg aufgebahrt hätte und anderen Menschen die Füsse wäscht ? Wer weiss ?

Das Mädchen das gefilmt hat hätte keine Chance gehabt hier zu helfen. Das Trauma wird bleiben. Warum stand jeder nur rum? Ein "geh runter von Ihm" hat nicht gereicht. Niemand hat den Polizisten von dem sterbenden runter gezogen. Erst zum Schluss. Da hilft kein goldener Sarg und auch kein weltweiter Protest. Wir müssen daraus lernen schon vorher einzugreifen. Wenn ein Mensch durch einen anderen Menschen im sterben liegt ist "nichts aktiv" tun das schlechteste. Natürlich hat ein Polizist eine Waffe. Zivilisten damit zu erschiessen die einen Menschen retten wollen.. So bedroht kann man sich nicht fühlen,  zu mindest hätte es vielleicht das Knie vom Hals gelöst und jeder hätte gewonnen. Kein Todesopfer, keine Anklage wegen Mord, keine Ausschreitungen, keine Gewalt. 

Ich persönlich denke es wird noch sehr lange dauern bis wir begriffen haben das wir alle eins sind. Das wir uns zusammen gegen alles wehren können und uns zusammen Unterstützen müssen. Jeder auf seine Art, jeder mit seinem Talent. Vielleicht liegt es auch einfach in unserer Natur zu sammeln und zu Jagen. Plünderungen standen Tagelang ganz weit oben und die Bilder zeigten Menschen die Dinge gestohlen haben um diese zu verkaufen. Dies hat dann mit dem tragischem Tod von George Floyd wenig zu tun und darum geht es. Die Auswirkung dessen was passiert ist driftet ab. Niemand will solch einen Tot haben. Niemand will als Held der Plünderungen und der Gewalt sterben. Niemand sollte sich die Füsse waschen lassen. Das wäre die große die man in solcher Zeit braucht. Egal welche Hautfarbe man hat. Und wir sollten Helden nicht vergessen sie gebührend zu bestatten.









Freitag, 5. April 2019

Für alle Handyfotografen




In Zeiten wo Handykameras immer besser werden macht auch zunehmend das fotografieren mit dem Handy Spaß. Allerdings gibt es hier auch kleine Hürden die zu überwinden sind.

Wir alle kennen das... Das Motiv im Allgäu bei dem Sonne untergeht wirkt verwackelt, das Selfie zu 4 schneidet köpfe ab und überhaupt kommt man schwer an den Auslöser.

Genau hier setzt eine neue tolle Idee an. Ein Shutter Grip. Quasi als kleine Erweiterung. Betrieben wird das ganze mit einer herkömmlicher Batterie und verbunden wird mit Bluetooth.

Der eigentliche Vorteil liegt nun darin das man viel bequemer zum Auslöser kommt. Der Shutter Grip wird einfach nur aufgesteckt und mit Bluetooth verbunden. Fertig.

Keine Verwackelten Aufnahmen mehr, in Sekunden auf und abgebaut und es macht einfach Spaß damit zu fotografieren weil es eben doch ein paar Möglichkeiten mehr sind.

So sieht das ganze im übrigen auf meinem Iphone (X) aus. Dabei ist es Egal welches Handy oder Betriebssystem man benutzt.

Kurz noch zur Stabilität. Ja es ist Plastik. Aber auch Ja es ist gut verarbeitet wirkt äusserst Stabil und hat das Handy gut im Griff. Einziges Manko. der Grip  ist nicht wasserdicht.

Donnerstag, 7. März 2019

Gut Verstaut - Case für iEarphones

Luxusbett für die Kopfhörer






Ja, zugegeben, die kleinen Kopfhörer von Apple sind klasse. Was mich bislang nur etwas gestört hat war das lose Verpacken nach dem benutzen. Gerade beim Sport lassen sich die Kopfhörer zwar in der mitgelieferten Box verstauen, rutschen aber immer wieder aus der Hosentasche.



Von Zanasta erhält man hier eine schicke Lösung.
Das Case für die i Earphones verfügt über exakte Maße und hat eine Aussparung  für den Ladeanschluss. Kleines Highlight ist der am Case angebracht Haken mit dem sich bequem alles sich verbinden lasst. Das Material erscheint hochwertig und ist ganz ordentlich verarbeitet. Einziges Manko - man erreicht im Knopf nicht den Reset Button. Im Alltag aber kein wirklich großes Problem.



Hält Bombensicher - Der Haken vom Case.

 Ich mag das Apple Design. Im Büro ist es einfach schick und es ist zeitlos. Ich mag aber auch die vergangene Zeit und wenn es rein um die Optik geht dann steht dieser Case ganz vorne bei mir. In der alten Lederoptik, baumelt an einem Bodybag macht es einfach Spaß und man hat sie sofort zur Hand.


Gibt es hier auf Ebay








Auch als Geschenkidee 

Das nächste kleine Schmuckstück ist einfach nur eine geile Idee. I Earphones raus und in der Hand halten ? Der kurze Small Talk oder eine Musikfreie Pause ? So klein sie sind so schnell gehen sie auch verloren.  Hier gibt es eine kleine Erfindung für die Apple Watch. Gummiring ran und die i Earpods einfach darin einstecken. Hält Bombensicher und stört kein bischen beim tragen.

Das Material scheint stabil zu sein. Einen längeren Belastungstest gab es bislang noch nicht. Da das Armband der iWatch eine normale Standartbreite hat dürfte die Halterung auch an anderen Uhren passen.

Unterm Strich ein witziges vor allem aber auch praktisches Utensil das auch bei sehr kleinem Budget Spass macht und sich hervorragend  an Musikliebhaber verschenken lässt.

Gibt es hier bei Ebay




Montag, 24. August 2015

Vom kleinen Börsenbeben des grossen Mannes


Einer der heutigen Schlagzeilen lautete: "stehen wir vor einem schwarzen Montag ? Asiens Börsen geben stark nach, Dax unter 10.000 Zählern". Im Hintergrund des Bildes sieht man Menschen mit fassungslosen Gesichtern. 


Herrje. Bei manchen ist das Vermögen vom 10.000.000 Dollar quasi von jetzt auf gleich auf 9.223.444 Dollar geschrumpft. Das letzte mal als ich solch eine Panik im Gesicht von einem Menschen gesehen habe, war im Supermarkt. Ein altes Mütterchen hat sich im Preis vertan. 11 Cent fehlten. 11 Cent die sich nicht hatte. Woher auch? Wir müssen Banken retten bevor es einen noch größeren Crash geben wird. Fast schon schade das man Aktien nicht essen kann. 


Mittwoch, 29. Juli 2015

Skrupellos und Dumm

Sind wir wirklich alle so dumm ?


Es vergeht fast kein Tag ohne Meldungen. Virus hier, Datenklau dort, Betrug und Abhocke stehen hoch im Kurs. Inzwischen leben wir auch in einer Welt wo Daten verkauft und fast schon wie Bargeld gehandelt werden.  Ich selbst bekomme ebenfalls Emails. Emails mit Angeboten eines Chilenischen Bankers der mir für eine Transaktion eben einmal mehrere Millionen Euro als Dankeschön überweisen will, die Geschichte des armen russischen Mädchens das für einen Hofzofen spart, und natürlich auch wie man in nur 5 Minuten jeden Tag 500 EURO verdient.


Was steckt dahinter ? Dahinter stecken meist Programme die Emailadressen generieren oder Datenbanken in denen die selbige schon hinterlegt ist. Reagiert man darauf, wird die Emailadresse bestätigt und zum Weiterverkauf angeboten. Und das, ist nur die harmlose Variante. Natürlich gibt es kein geheimes Banksystem das alle Geheimnisse zeigt wie man schnell zu sehr viel Geld kommt. Auch kein Royal Casino über das man binnen Sekunden zum Millionär wird. Und ich kann garantieren dass das russische arme Mädchen nicht friert. Bestenfalls schwitzt -er- irgend wo in Afrika.

Vor einigen Jahren war die Zielgruppe deutlicher. Ältere Menschen die gutgläubig Geld verschickt haben. Rentner die um Ihr erspartes gebracht wurden. Menschen die mit der neuen Technik und der nie dagewesene Dreistigkeit nicht umgehen konnten. Heute sind es ganz andere Massen. Soziale Plattformen sind neben Emailadressen eine beliebte Spielwiese. Allerdings, schaut man etwas genauer hin muss man sich auch nicht wirklich wundern.

Zugegeben, manche Maschen sind schon relativ clever aufgezogen. Das Klonen von Profilen, um mit Freunden des gehackten Profils in Kontakt zu treten ist nur ein Beispiel.

Die Mehrzahl der Betrügereien ist jedoch fast schon dumm. Da wird ein kurzer IQ Test angeboten. Unter 140 hat so gut wie niemand in den Testergebnissen. 140 würde bedeuten das wir hier von äusserst hochbegabten Menschen sprechen. 140 würde bedeuten das dafür ein aufwendiger Test gemacht werden muss der sicherlich nicht in 2 Minuten zu Ende ist. Selbst wenn man alle Fragen absichtlich falsch beantwortet, kommen Ergebnisse zustande die jeden Elite Studenten vor Neid erblassen lassen würden.

Natürlich geht es nicht darum den IQ zu messen. Es geht um Daten. Durch das öffentliche Posten sollen Freunde animiert werden ebenfalls mit zu machen. So verbreitet sich der Datenklau binnen kurzer Zeit über einen ganzen Kontinent. Statistiken, Nutzerverhalten, Informationen. All dies sind Daten die verkauft oder zumindest genutzt werden.

In schlimmeren Fällen gibt es dann noch Kredite ohne Schufa, hochlukrative Nebenjobs, und Börsengeheimnisse frei Haus. Systeme bei denen eines im Vordergrund steht. Man verliert. Man verliert Geld aus Gier. Das ist das Grundprinzip. Solange bei Facebook dafür bezahlt wird diese Masche zu Publizieren. solange wird es Millionen von Usern geben die darauf hereinfallen.
Und genau das ist das erschreckende für mich.

Sind wir alle samt so dumm um auf solche Dinge rein zu fallen ?Wird hier tatsächlich mit der Naivität gezockt ? Skrupellosigkeit trifft Naivität. Solange dies funktioniert, solange wird ewig versucht den grossen Reibach mit der Dummheit zu machen.

Donnerstag, 30. April 2015


Hinrichtungen in Indonesien


Multikulti, Hilfen, soziales Abkommen. Menschenrechte, Gleichbehandlung, Humanität.

Die Hinrichtungen der Drogenschmuggler in Indonesien haben gezeigt das die Welt immer noch Ewigkeiten davon entfernt ist zusammen zu rücken. Man dealt nicht mit Drogen. Schon gar nicht in solchen Mengen wenn es um Kilo Angaben geht. Aber man erschiesst auch keine Menschen als Signal. Zwischen 50 Gramm und 90 Kilo wurden bei den verurteilten Gefunden. Marihuana, Heroin, Kokain. Mengen bei denen sich kein Grossdealer in teilen Europas die Finger schmutzig machen würde. Aus Angst vor der Höchststrafe entstehen neue ,vielleicht eigene Wahrheiten. Ob es nun der Wahrheit entspricht unwissend als Kurier missbraucht worden zu sein, bleibt offen. Anders wie bei uns muss in Indonesien der Angeklagte beweisen das man unschuldig ist. In solch einer Situation äusserst schwierig.

Manch einer geht bewusst das Risiko ein. Das Risiko für etwas Geld mit dem Leben zu bezahlen. In der Hoffnung das es schon gut gehen würde. Wer bereit ist vorsätzlich dieses Risiko zu tragen muss naiv sein. Geld durch Drogen zu verdienen um danach hingerichtet zu werden. In ärmsten Verhältnissen , liegend unter einem handbemalten Holzkreuz. Frisst Gier wirklich Hirn? Ist die Erschiessung solcher Menschen gerechtfertigt ? Wie schwach ist Diplomatie wirklich die nichts erreicht hat, und wer sind die Hintermänner für die die Drogen geschmuggelt werden und wurden?

Welche Gedanken gehen einem durch den Kopf? 72 Stunden vor der Hinrichtung. An einem Waldrand umgeben von Zitronenbäumen. War es das alles Wert? Fühl ich mich schuldig?

Was durch die Köpfe solcher Menschen geht kenne ich nur aus Zeilen. Vor vielen Jahren hatte ich Briefkontakt mit einem deutschen der in den USA in der Todeszelle gesessen hat. Ein kleiner Brief, ein paar Zeilen wurden zum Highlight der Woche.

Es ist schwer, gerade auch für die Justiz Grenzen zu ziehen. Im Jahr 2015 geht es nicht mehr um die Bestrafung durch den Tod wegen 50 Gramm Heroin. Es geht um Politik. Um Signale setzen. Um Verzweiflung weil man sonst Probleme nicht mehr anders in den Griff bekommt. Alleine deshalb ist die Indonesische Regierung für mich gescheitert. Gescheitert an der Verantwortung ein Land zu regieren. Gescheitert am Menschen , gescheitert an Würde, gescheitert an tatsächlicher Freiheit die über Leben und Tot entscheidet.


Freitag, 20. Februar 2015

Von Klatschweibern, Freunden und dem schmunzeln danach

Jean de La Bruyère (1645 - 1696)


Ich selbst habe nichts gegen Gerüchte. Gerüchte haben dazu beigetragen bekannt zu werden. Ich freue mich noch heute über gute Gerüchte, und bin froh das noch so fleissig über mich geredet wird. Wenn man neugierig wird, und einen dann die Menschen persönlich kennen gelernt haben, ist  dann auch immer alles schnell wieder vom Tisch und man kann sich das schmunzeln nicht verkneifen wenn Namen fallen. 

Ich hab auch nichts  gegen Dummheit. Wenn kleine wurstige Fingerchen irgendwelche Stellvertretungen Übernehmen und Freunden von mir Brühwarm erzählen was es so erfundenes neues gibt. Das dies an unprofessionalität nicht mehr zu überbieten ist sei dahin gestellt. Wie ich darauf reagiert habe ? Wie immer. Ich kann nicht schlecht über Menschen reden. Ich kann vielleicht den ein oder anderen Hinweis geben, aber ein Klatschweib war ich noch nie. Ich mag diese Art von Dummheit weil sie leicht verdaulich ist. Ich mag diese Dummheit aber auch, weil durch das hohe mass an Naivität daran geglaubt wird das es eine Einbahnstrasse ist. Eine Einbahnstrasse in der nur die eigenen Gerüchte Platz haben. Liebe Klatschweiber, das stimmt leider nicht. Eure Gerüchte kosten euch richtig Geld. Das versteht Ihr nur nicht wirklich . Aber das ist ein anderes Thema. 

Wie geht man damit um?
Ich kenne Models, viele Models denen es genau so geht. Was haben sie gemeinsam? Sie haben alle Erfolg. Warum wird gelästert ? Weil man neidisch darauf ist. Was passiert? Die bekommen alles brühwarm erzählt, wissen wer dahintersteckt, und freuen sich auf die nächste Möglichkeit sich daran zu erinnern...

Ich kenne Vorstände, Geschäftsleitungen und Führungspersönlichkeiten die genau wissen wie Gerüchte entstehen, und das man darauf gar nicht reagieren muss. Die Klatschweiber gehen in einem Unternehmen meist als erste. 

Würden wir alle keinen richtig guten Job machen, wäre es jedem egal. Das wäre das schlimmste was passieren könnte. Egal zu sein. 

Als ich neulich mit einem Freund von mir sprechen konnte der auf eine Vertretung zur Maniküre gestossen ist, und sich auf eine entspannende Wellnessbehandlung freute , wussten wir natürlich beide wie schnell man sich mit Geschwätz ins "Aus" schiessen kann. Aus der entspannten Wellnessbehandlung wurde eine heisse Gerüchteküche, und aus den angedachten Empfehlungen wurden dann Luft. Heisse Luft. Perfekt passend zum Thema. 

Ich kann dies alles nur an meinem eigenen Beispiel festmachen. Solange man über einen redet ist man noch nicht tot. Ich habe ein halbes Jahrzehnt gebraucht um herauszufinden mit wem ich zusammen arbeiten will, wer dazu passt und von wem man sich besser trennt. Ein halbes Jahrzehnt das dazu geführt hat das sich Picslocation sagenhaft weiterentwickelt hat. Ein halbes Jahrzehnt das mir recht gegeben hat. Ich wäre heute nicht der, hätte ich damals nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Es gibt Menschen die sich bewährt haben. All diese Menschen sind Teil eines grossen ganzen. Ich kenne Menschen die Leben von Empfehlungen weil diese einfach einen sagenhaften Job machen. Und ich kenne Menschen die sich in all den Jahren kein bisschen, dem Körperumfang einmal aussen vor gelassen, entwickelt haben. Von den erfolgreichen höre ich nie etwas was nicht ernst zu nehmen ist.   

Wenn jemand Jahre damit verbringt schlecht zu reden, ohne zu bemerken das es dem anderen mehr nützt als schadet, dann kann man durchaus von einer gewissen Dummheit sprechen. Im Geschäftsleben werden Klatschtanten nie wirklich ernst genommen, im Geschäftsleben nickt man aus Höflichkeit . Im Geschäftsleben geht es um Ergebnisse. 

Privat ist das nicht anders. Ich kenne niemanden der Erfolg hat und die Notwendigkeit besitzt so zu reagieren. Ich kenne Menschen die sich durch mich kennen gelernt haben, die zu mir nicht passten, aber untereinander hervorragend miteinander auskommen. Das dort aus Frust neue Dick und Doof folgen entstehen, dafür habe ich Verständnis. 

Was will man damit erreichen ?
Das Kunden ausbleiben. Was erreicht man wirklich damit ? Genau das Gegenteil. 
Natürlich mag ich auch nicht jeden und alles. Aber schlecht über jemanden reden mach ich nicht. Die allermeisten Menschen wissen, das wenn jemand ungefragt zu erzählen anfängt, man nicht alles glauben sollte. Es wäre ein Kampf gegen Windmühlen. Selbst wenn man jeden Tag mit 10 Menschen sprechen würde, bräuchte man 10.000 Tage um nur den Kernbereich von Ulm zu erreichen. Manche haben gerade einmal 10 Kunden im Jahr.  Das man sich damit mehr kaputt macht als ganz, ist solche Menschen egal. Wer von Unprofessionalität lebt, hat selbst keinen Anspruch auf Erfolg. Wünschen tue ich es jedem . Egal was er oder sie über mich erzählt. Ich wünsche niemanden etwas schlechtes. Ich weiss nur wer was über mich erzählt. Und das reicht schon vollkommen aus weil Tratschweiber immer denken das es nie etwas über sie gibt ;-)   

Donnerstag, 8. Januar 2015

Je suis Charlie

Hat Religion tatsächlich so wenig Humor?

man verfolgt die Schlagzeilen in Frankreich. Hinrichtungen durch radikale Islamisten am helllichten Tag. Gezielte Kopfschüsse treffen einen am Boden liegenden Polizeibeamten. Die offenen Handflächen zeigen das er keine Waffen mehr hat. Wenige Sekunden Später ist er tot.


Ihm folgen weitere Menschen die Ihr Leben lassen müssen. Hingerichtet in Namen einer Religion.

Ich kenne Paris. Man schlendert die chaussee le se entlang. Sitzt im Bistro, trinkt Wein. Wer wirklich dazu gehören will muss französisch sprechen. Kunst, Mode, Lebensfreiheit.

Buddha hätte vermutlich über die Karrikaturen gelacht. So wie er immer lacht. Seit Jahrentausenden.
Was mag in den Köpfen solcher Menschen vorgehen die sich für einen Gott rächen wollen? Für einen Gott der genau so Frieden predigt. In diesem Augenblick als diese Menschen bewaffnet andere unbewaffnete auf offener Strasse erschossen haben war Allah nicht gross.
Da half auch kein Geschrei um dies immer wieder zu unterstreichen.

In diesem Augenblick war Allah für die Welt ein gottloses Monster das mit ausgestreckter Hand Familien den Vater nimmt, Leben auslöscht, Terror Angst und schrecken verbreitet.

Hätten wir die Solidarität in Europa von der wir immer nur träumen, hätte jede Zeitung auf der Titelseite heute eine Karikatur bringen müssen. Eine Karrikatur die zeigt wie unreligiös, Menschenverachtend und dumm es ist sich für eine Karrikatur zu rächen, und dabei im Namen Allahs Gerechtigkeit für die Taten zu suchen.

Das wäre die richtige Antwort gewesen. Jeder König hat Größe gezeigt in dem er Gnade walten lies. Warum ? Weil er es konnte. Er hatte die Macht über Leben und Tot zu urteilen.

Eine Maschinengewehr macht eben noch keinen zum König, sondern zum Mörder. Von Größe keine Spur. Hoffen wir alle das Gott, unter welchem Namen auch immer in Zukunft Größe zeigt und so etwas nie wieder passieren lässt.
 

Je suis Charlie

Montag, 8. Dezember 2014

Je klarer ich werde, desto unklarer wird der Rest.

Je klarer ich werde, umso unklarer wird der Rest.

Liebes Jahr 2014,
seit vielen Jahren schreibe ich Deinen Vorgängern. Nun schreibe ich Dir. Deinen Vorgängern habe ich immer geschrieben was mich durch sie bewegt hat, was man daraus lernt, was denn aber auch so war.


Dir muss ich von Anfang an schreiben, das 2007 ein Stern nach Maisson und nach mir benannt wurde. Der Peter und Maisson Star. Natürlich weiss ich das dies juristisch keine Wirkung erzielt. Aber ich mochte schon immer den Gedanken daran.

2014, als Du noch ganz jung warst liebes Jahr, wurde aus der Sternenurkunde dann leider wirklich ein kleines Sternchen. Der Tot von Maisson machte deutlich das auch Lebenshelden von der Zeit keine Wunder erwarten dürfen. 8 Jahre, bis auf 37 Tage jeden Tag zusammen.. Es war kein sehr schöner Start den Du und ich zusammen hatten. Damals im Januar wusste ich auch noch nicht wirklich wie spannend und bewegend du noch sein wirst.



Alles lebt in einer Veränderung, und erst wenn jeder seine Bestimmung gefunden hat, wird es möglich sein diese Prozesse abschließend zu aktivieren. Einer meiner Hauptaufgaben war es in diesem Jahr auch dies etwas nach aussen zu tragen. Was hatte ich Kunden mit Bewerbungsbildern denen danach klar war worum es beim einzelnen geht. Das ein Verdienst nie Glück ausgleicht, und so manchem wurde auch bewusst warum er immer wieder von vorne anfangen musste.

Aus Mr. Right wurde Mr. armsselig 
Mir ist noch nie so sehr wie in diesem Jahr aufgefallen zu was Menschen aber auch in der Lage sind um an Geld zu kommen. Im Frühjahr  erhielt ich einen Anruf der Ulmer Polizei das gegen mich eine Anzeige gestellt wurde. Worum ging es? Jemand der meine Bilder verwendete und sich nicht an Absprachen hielt forderte für seine kleine Gaunereien auch noch Geld von mir. Der Richter sah es genau so, und nach guten 20 Minuten war der kleine Spuk vom Tisch. Ich bin kein rachsüchtiger Mensch. Es war bewiesen das man mit dem Versuch noch kurz ein paar hundert Euro zu machen scheiterte. Ich mag keine Rache, aber ich mag Gerechtigkeit. Ob sich der Schmierfink eines Ulmer Käseblättchens damit einen gefallen getan hat, bezweifle ich. Die Menschen mit denen ich darüber gesprochen hatte sahen es ähnlich, und reagierten wie ich. Es zu wissen reicht aus. Man muss nicht mehr darüber sprechen. Man reagiert einfach und macht sein Ding weiter. Man lächelt danach nicht jemand aus Scham ins Gesicht nur weil der Plan nicht aufging. Ich kann nur hoffen das er mit Kunden die Werbeanzeigen in seinem Blättchen schalten ehrlicher umgeht als wie mit Fotografen die Ihm sein Bildmaterial zur Verfügung stellen und dafür dann auch noch bezahlen sollen. Ich kann nur hoffen das die vielen Gespräche mit gemeinsamen Kunden etwas wachgerüttelt haben, und man bemerken musste das es wohl wieder nur um eines ging. Um Geld, und dem damit verbundenen eigenen Vorteil. Den Fehler zu machen Ihn weiter zu empfehlen habe ich dann auch sein gelassen.

Es näherte sich der Sommer. Maisson Tot war nun auch schon wieder 4 Monate her, als sich
abzeichnete dass das Haus in dem ich seit 10 Jahre lebte nun abgerissen werden sollte, da auf dem Grundstück 3 moderne Wohnanlagen entstehen sollten. Die bringen natürlich mehr Kapital. Nach 10 Jahren gewohnt man sich an vieles. In 10 Jahren sammelt sich eine Menge an, gerade dann wenn
Gepackt-Auf in ein neues Leben
man so viel Platz hat, das es keine Rolle spielt. Manch einer rieb sich die Hände und freute sich darüber wie ich armer Mann mit einem Köfferchen und Tränen in den Augen auf der Strasse stehe. Manch einer bit seine Hilfe zum Umzug an, und so mancher beobachtete gespannt was nun als nächstes Passierte.  Nun, liebes Jahr 2014 du weisst es. Natürlich war es kein Drama. Man ruft ein Umzugsunternehmen an, bestellt einen Container, sucht sich eine grosse schicke Wohnung in der man sich wohl fühlt, als ulmer natürlich vorzugsweise an der Donau, gibt den Jungs vom Umzugsunternehmen 2 Schlüssel, und geht ins Studio zum Fotografieren. Die Möbel die rausfliegen ersetzt man durch neue. So einfach war das. Die gescheiterte  Köfferchengeschichte schlug einigen allerdings so auf den Magen, das sie Ihren Frust dann gleich beim Makler loswerden mussten. Also ran ans Fax, die betriebswirtschaftliche Auswertung ausdrucken, und binnen Minuten kann man beweisen das an den allerneusten Gerüchten wohl nichts dran ist. Blöd für die, denen es wichtig war schlecht zu reden.

Wie bei Deinen Vorgängern liebes Jahr 2014, so glaube ich auch bei Dir daran das nichts Zufall ist. Als wir im Herbst einen größeren Auftrag erhielten wurde klar das wir mit unserem Studio am Limit angelangt sind. Sicherlich gibt es irgendwo hallen die zu mieten sind, aber weg von der Schwilmengasse, weg vom Herzen Ulm's wäre die wohl schlechteste Lösung. Durch Zufall kam das
Noch ohne Picslocation Werbung
neue Studio ins Gespräch, und ich denke das dies ein gebührender Abschluss für ich sein wird.

Überhaupt hattest Du liebes Jahr 2014 auch sehr viele positiven Seiten. Wieder hatte ich die Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen. Manche dienten als Erfahrung , bei anderen wieder rum entstanden neue Freundschaften. Auch was die Menschen aus Deinen Vorgängern betrifft, so hat sich vieles gefestigt. man kann sich aufeinander verlassen, verfolgt gemeinsame Ziele, und schaut danach, wie man sich das Leben so angenehm wie möglich machen kann, ohne dabei faule Ausreden zu erfinden.

Geschäftlich warst Du das Highlightjahr. Wenn man den Onlineshop einmal aussen vor nimmt, und Picslocation Netto sieht, hatten wir noch nie so viele tolle Empfehlungen wie in diesem Jahr. Was
Hunderte gaben sich 2014 das Ja Wort
bei Picslocation. 
mich Geschäftlich besonders gefreut hat war ein "anlächeln" einer Kollegin die ebenfalls erfolg haben muss, sonst wäre Sie nicht so entspannt gewesen. 

Ostern konnten wir wieder Kinderherzen höher schlagen lassen, und so manche Aktion in diesem Jahr brachte einen viel längeren Hebel hervor als wie wir vermuteten.

Der Abschied von dir wird mir dieses Jahr besonders schwer fallen. ich weiss noch nicht wo und wie. Aber ich weiss die unbarmherzig ehrlich Zeit sein kann. In ein paar Wochen werde ich sagen müssen, letztes Jahr ist Maisson gestorben. Letztes Jahr wohnte ich noch in Thalfingen, letztes Jahr hatten wir noch das kleine Studio in der Schwilmengasse.

Wenn du, liebes 2014 Deinen Nachfolger sehen solltest, so richte Ihm bitte aus das ich mich, auch wenn die Umstände auf Gewohnheit nicht sehr leicht sind, sehr auf Ihn freue.

Angekommen.
Im Grunde hat nun alles seine Endposition gefunden. Es wurde beweisbar das alles richtig war. Es wurde bewiesen das wir als kleine Menschen keine Macht über Leben und Tot haben. Es wurde klar das derjenige seinen Erfolg hat der hart dafür arbeitet, und das wir manchmal sehr wohl bei "Wünsch Dir was" sind. Trotz vieler Gespräche und Warnungen, habe ich mich nicht wirklich vom Kurs abbringen lassen anderen zu helfen. Das man dabei auch für dumm verkauft wird weil man nicht auf
Scheinheiligkeiten hereinfällt stört mich nicht dabei. Auch die Ausreden stören mich nicht, weil es ja nicht mein Leben ist. Mich stört höchstens die Wiederholung. Mich stört die Kurzsichtigkeit zu denken ich glaube alles. Mich stört es wenn man von mir denkt das ich auf naivste Tricks hereinfalle, und man einem schön tun muss um sell oder jenen Vorteil zu bekommen. Reagieren tu ich nur insgeheim darauf, weil ich keinerlei Erwartungen habe. Es sind immer die faulen und dummen die bei anderen faulen und dummen Vorteile suchen. Im jammern ganz gross, hinter der Fassade ein kleines dunkles Loch das sich jeden Abend vor dem schlafen gehen auftut. Überhaupt ist die Konstellation von dumm und faul immer die schlechteste. Dabei würde sich so viel kompensieren lassen.

Wenn ich von langen Urlauben träumen würde.. Ich würde zuerst den Job wechseln. Wenn ich von viel Geld träumen würde... Ich würde mich fragen woran ich gescheitert bin. Wenn ich von Liebe träumen würde, würde ich mir klar machen was mich nicht liebenswert macht.

Perfekte Partner (Hier die Werbeagentur Borst und Partner)
und viele spannende Projekte zeichneten 2014 aus. 
Liebes Jahr 2014, sag doch Deinem Nachfolger das er sich mehr um solche Menschen kümmern soll. Sag ihm, das es durchaus Jobs gibt, die natürlich Urlaub rechtfertigen, aber es doch am schönsten ist, wenn man das tun kann wofür man lebt. Sag ihnen das es ganz einfach ist, viel Geld zu haben wenn man es will. Mach ihnen klar das es lächerlich ist, viel zu wollen aber nichts zu riskieren. Sage Ihnen das Sie niemals ausschliessen können wieder verletzt zu werden und das sie sich dabei soviel verbauen wenn sie in ständiger Angst leben.

Was denkst Du liebes Jahr 2014 wie mich die Menschen die all das lesen nun wahr nehmen werden? Bekomme ich nun von Dir diesen Ratschlag "Es ist nur wichtig was du denkst"? Das wäre enttäuschend, so einen abgedroschenen Satz zu hören. Was denkst Du wirklich ? Sag es Deinem Nachfolger. Ich bin mir sicher er wird es mir übermitteln.




Dienstag, 25. November 2014

Wassertropfen und Insektenflügel

Wie ein Flügel eines Insekts etwas grosses bewirkt.



Jedes mal wenn ich nach Stuttgart fahre komm ich an der Europäischen Wasserscheide vorbei. Eine kleine Schlucht in der ein Fluss in gerader Linie seinen Weg findet.
Und jedes mal fällt mir dabei folgende kleine Geschichte ein....

Es regnet. 2 Wassertropfen fallen nebeneinander herunter. Der eine fällt in den Fluss, wird weitertransportiert bis zur  Donau, und endet im Meer von wo aus seine Reise weitergeht. Der andere prallt auf einem Flügel eines Insekts ab. verändert dadurch leicht seine Flugbahn und endet am Ufer. Eine winzige Kleinigkeit wie ein Insektenflügel schafft es als 2 Dinge tausende von Kilometer zu trennen.

Was passiert dann erst mit großen Dingen ? Als ich am Freitag einen Anruf erhielt, es ging um einen kurzfristigen Termin für ein Shooting, spürte ich noch nichts von einer Veränderung. Es ging um Bilder für ein Werbeprojekt einer mobilen Massagepraxis.

Beim Shooting selbst merkten wir alle da wir ganz gut miteinander können. Ideen und Gedanken entstanden, und natürlich auch die Bilder selbst. Einer der Ideen war eine Überraschung . Ein Überraschungsbesuch am selben Abend. Ich war gespannt und neugierig. Pünktlich um 20 Uhr klingelte es, alles aufbauen, ein Gespräch, die Massage. Bilder auf Facebook, Wohlfühlgefühl, alles war ein Erfolg.

Am morgen danach als der Kaffe langsam die Temperatur erreichte getrunken werden zu können, bekam ich auf Facebook mit, wie inspirierend es war. Sylvia, eine Facebookfreundin deren Beiträge ich schon länger mit Begeisterung verfolge hat sich dazu entschlossen wieder mobile Massagen anzubieten. Mir ging ein wenig das Herz auf. Zum einen weiss ich das es Menschen geben wird, denen dadurch geholfen wird, zum anderen merkte man sofort das es auch Sylvia gut tun wird.

Vermutlich wird sie nach einer Massage weiterempfohlen, bekommt dadurch einen Kontakt, der wiederum etwas ganz neues auslöst. Man merkt schnell wie alle zusammenhängt. Wie alles entsteht, sich verändert. Die Gabe dazu, dies zu erkennen hat jeder von uns. Immer gesetzt den Fall man interessiert sich dafür wie es weitergeht.
Auch ein kleiner Teil des ganzen. 

Dies bedeutet nicht zwangsläufig das wenn jedes mal das Telefon klingelt wunderbare Dinge geschehen. Es bedeutet aber das immer etwas passiert. In der Zeit in der man telefoniert kann man nicht viel anderes machen. Das löst wiederum Situationen aus die sich anders entwickelt hätten wenn man ins geschehene aktiv eingegriffen hätte.

Jede Entscheidung die wir treffen, jeden Tag, jede Stunde und Minute, jede Begegnung die stattfindet verändert irgend etwas. Der Plausch auf der Strasse führt dazu das man zu einer anderen Zeit an einen Ort kommt, der dann schon wieder verändert ist. Es sind andere Menschen dort, als vielleicht vor 5 Minuten. Bei festen Situationen wie der Stammtisch wirken sich die 5 Minuten Plausch dahin gehend aus, das gesprochen wird. Mit diesen Informationen die sonst nicht kommuniziert würden, wird im Nachgang wieder eine neue Veränderung geschaffen. Man könnte hier endlos darüber schreiben. Der Kurze Abschiedskuss am morgen führte dazu das man mit seinem Wagen 12 Sekunden später die Kreuzung erreichte in der das Schulkind unachtsam über die Strasse rannte...

Wir alle sind teil davon. Teil von etwas grossartigem und sehr komplexen. Wir werden nicht mit allem die Welt verändern. Doch manchmal lösen wir Dinge aus von denen wir gar nichts mitbekommen. Immer dann, wenn bei einem selbst oder beim anderen die Zeit dafür reif ist. Dieses ganze System ist der Beweis dafür wie jeder einzelne gebraucht wird, das jeder einzelne eine viel größere Wirkung auf alles hat als man wahrnimmt.

So etwas freut mich. Zu beobachten wie Dinge entstehen. Oft bekommt es der andere gar nicht mit, unter,- oder überschätzt es. Und das dürfte auch gut so sein. Wir würden alle in kürzester Zeit wahnsinnig werden wenn wir alles mitbekommen würden was wir auslösen. Eines ist aber sicher. Wir selbst haben alles in der Hand. Wir setzen unsere Toleranzgrenzen selbst, schätzen ab,  lehnen uns dagegen, und befürworten. Alles im Rahmen unserer Möglichkeiten. Wir haben die Möglichkeit Mut zu definieren, und dürfen uns genau so vor Entscheidungen drücken. Alles mit dem Ergebnis der Veränderung und dem damit verbundenen das etwas neues entsteht.

Mittwoch, 12. November 2014

Umzug nach Ulm


Fast jeder kennt die Situation. Ein Umzug steht an. Na endlich sagen die einen, Oh Gott sagen die anderen. "Nun denn" sagte ich.

In 10 Jahren kann einiges zusammen kommen. Gerade in einem Haus das massig Platz bietet. 15 Kubikmeter als Containerplatz reichen vollkommen aus meinte der freundliche Fahrer der Ihn wie bestellt brachte.

Haben Sie auch. Nur eben nur ein paar Stunden. Meine 100 Kilo Lebendgewicht reichten aus um ein paar Zentimeter mehr Platz zu schaffen.

Das ein Umzugsunternehmen in der Regel pünktlich ist, davon geht man aus. In der Regel. Gemütlich, während ich schon panisch telefonierte (Ich kannte die Menge) trafen Sie dann ein. 3 Nette Rumänen die eigentlich zu 4 sein sollten. Dies hatte, nebenbei bemerkt, auch den Hintergrund eines amerikanischen Kühlschranks der mehrere hundert Kilo wog. Wir organisierten einen 4 Mann, und nach 7 Stunden, es wurde langsam Abend, wurde klar das man nicht annähernd eine Chance hatte alle fertig zu bekommen, geschweige denn, alles in die neue Wohnung zu gekommen.

So standen wir da. Eine Mastercard, ein paar wenige Klamotten die schrecklich nach Bauschutt müffelten und ein Ladekabel war der einzige Besitz. Zum Glück gab es ein Hotel das uns beherbergte.

Am 2. Tag dann die ernüchternde Nachricht. In den nächsten Tagen wird nicht viel passieren. Nichts, um genau zu sein. Hebebühne kaputt, alle andere im Einsatz. Es begann eine Nacht nach der anderen auf einem Notluftbett. Bandscheibenvorfall inclusive.

Endlich war er da der Donnerstag. Unsere Sachen kamen. Zumindest Teile davon. Da in der neuen Wohnung keine Lampen waren, waren diese natürlich wichtig. Lampen, ja... schön wärs... Die wurden natürlich in der alten Wohnung vergessen. Also vergessen ab zu montieren. Andere Dinge im übrigen auch, dies sollten wir dann allerdings erst bei der Wohnungsübergabe bemerken.

Die Tage füllten sich mit Ausreden und magischen Momenten. Eine ganze Küche die niemals von dem Umzugsunternehmen mitgenommen werden sollte war unter anderem für alles verantwortlich. Gedächtnislücken taten sich auf, und wie ein heiligen Abendmahl ist der Groschen dann gefallen als der Hahn drei mal krähte.

Die Zeit für die Besichtigung vor dem Umzug um alles kalkulieren zu können, hätte man genau so gut in  St. Tropez verbringen können. Zum Glück wurde der Dachboden noch von uns leergeräumt. Auch dies wurde natürlich nie vereinbart.

Unsere Sachen haben wir nun alle wieder. Einige haben wir bei der Übergabe selbst geholt, bei anderen hat es funktioniert. Einige neuen mussten wir entsorgen, da sonst die Übergabe nicht funktioniert hätte. Und dies war günstiger als nochmals einen Monat Miete zu bezahlen.

Wir baten um Termine um alles zu besprechen. Wir bettelten um unsere Sachen. Wir hatten Tagelang Geduld. Bislang war das Ergebnis ernüchternd .

Subunternehmer arbeiten für grosse Speditionen. Logistik muss funktionieren. Vielleicht tut Sie das auch. Wer umzieht muss sich auf das Unternehmen verlassen können. Den Schaden den wir hatten geht in die tausende. Arbeitsausfall weil alles auf LKW's war, Hotelkosten, Klamotten, was weiss ich was noch alles. Vielleicht hat man am falschen Fleck gespart. Wir gingen davon aus, das es nicht so war als wir den Auftrag unterschrieben haben.




Samstag, 20. September 2014

Blitzermarathon

Blitzermarathon


Er war Umstritten, er war heiss diskutiert, beliebt und unbeliebt zugleich. Der Blitzermarathon. Bis 6 Uhr morgens des folgetages wurden verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. In den Medien konnte man sich vorher über die Standorte der Messungen informieren. Tolle Sachen meinten einige, Blödsinn - wenn man vorher weiss wo, sagten andere. Die machen sich doch lächerlich, sagten andere, und wiederum einige meinten, das es nichts bringe. 


Ich selbst habe ein 0 Punkte Konto. Natürlich werde ich ab und an geblitzt. Einmal 6 km/h zu schnell, dann 11 Km/h, dann wieder 5 Km/h. Das war's im Jahr 2014. Wer längere Fahrten hinter sich hat, tut sich schwer stundenlang exakt 100, oder die erlaubten 50 oder 70 km/h zu fahren. Ich rede nicht von 100 Km/h zu schnell. Ich rede von 5 km/h zu schnell.

Man kann es wie die meisten sehen. Es wird ordentlich Geld verdient auf Deutschlands Strassen. Selbstverständlich zum Wohle der Sicherheit.

Wie wäre es mit einem Schmarotzermarathon in dem Beamte des Arbeitsamtes freiwillig 2,3 Schichten mehr machen, um die ganzen Sozialschmarotzer aus dem System zu schmeissen? Oder ein Antialkoholmarathon wo jugendliche unter 15 Jahren zum 100 Stunden Aufräummarathon verdonnert werden wenn sie mehr als 0,5 %o haben. Ein Antidrogenmarathon bei dem Bundesweit 2.000 verdeckte Ermittler eingesetzt werden. In Schulen, in Discotheken, am Bahnhof.

Ein Tierschutzmarathon, ein Familienmarathon, ein Alleinerziehende Mutter Marathon. Ein Job Marathon, ein Überflallüberwachungsmarathon, ein Marathon von dem Menschen die Hilfe brauchen etwas haben, ohne das dabei bezahlt werden muss. Ein Marathon der vom Staat aus geht. Ein Marathon bei dem jeder Beamter freiwillig seinen Arbeitspart dazu gibt. Ein Marathon der Ergebnisse erzielt. Bundesweit. Aufklärungsarbeit leistet, Familien eine kleine Besonderheit bietet, oder Chancen verteilt an diejenigen die sonst keinen Ausweg mehr kennen. Einen Marathon in dem altes überholt. und ungerechtes aufgearbeitet wird. Einen Marathon der die Bewohner dieses Landes stolz macht. Ein Marathon der uns alle die wir Steuern bezahlen sagen lässt: " ja, das war vernünftig".

Einen Fernseherfreien Marathon - Einen ganzen Tag lag, und jede Eisdiele schenkt jedem Kind eine Kugel Eis. Diesem Kind, dessen Eltern das ganze Jahr über 1.10EUR pro Kugel bezahlen.

Mit dem eingesparten Geld könnte man Schulen modernisieren, Arbeitsämter mit neuen schnellen Druckern ausrüsten damit Arbeitssuchende die Möglichkeit haben Ihre Bewerbung auszudrucken, und diese nicht aussieht wie in den 80er Jahren.

Ich denke es gäbe hier noch viele weitere Ideen. Die Idee überall zu blitzen bringt wohl am meisten, sonst hätte sich jemand vielleicht, über meine Ideen gefreut.


Freitag, 15. August 2014

Lass den Klick in Deiner Stadt

Lass den Klick in Deiner Stadt
Sei professionell und freundlich zu Deinen Kunden
Biete Service an
Nutze das internet für Dich
...Und mach Dir danach keine Sorgen das niemand zu Dir kommt. 



Viele grüne Aufkleber mit schwarzer Schrift auf denen es heisst: "Lass den Klick in Deiner Stadt" sieht man zur Zeit an Ulmer Ladentüren.

Eine Aktion, die darauf hinweist, das man in ulmer Geschäften einkaufen geht, und nicht im Internet bestellt. 

Dienstag Abend, 18:55 Uhr im Studio. Das Telefon klingelt, ein Kunde ist dran. "Ich war vor 2,3 Jahren bei Ihnen und habe Bewerbungsbilder machen lassen. Diese brauch ich jetzt ganz schnell, und die waren auf meinem alten PC abgespeichert."

19:44 Uhr. Die Email mit dem Bild geht an den Kunden raus. Seit 45 Minuten haben wir eigentlich schon geschlossen.  11 Festplatten durchsucht, Bild gefunden, Kunde glücklich. 

Auf die Abenteuer die man im Einzelhandel erlebt will man nicht mehr eingehen. Ich selbst hätte vielleicht auch keine Lust für 2000 Euro 50 Stunden in der Woche durchgehend freundlich sein zu müssen. Unmögliche Kunden, nervige immer wieder kehrende Fragen, Stress. Wie es so ist, das Problem Onlinehandel gibt es schon seit vielen Jahren. Nur merkt man eben jetzt die unterschätzte Auswirkung. Als Fotostudio sind wir davon nicht betroffen. Onlineshop, und Bilder nachbestellen sind Bestandteile von uns , und das seit Jahren. 

Wer allerdings die Warenwirtschaftliche Möglichkeit hat, sollte darüber nachdenken, seinen Kunden auch eine Onlineinkaufsmöglichkeit zu geben. 

Wenn manche Chefs wüssten was alles passiert, überwacht das Geschäftsführerauge nicht höchstpersönlich den Laden, Sie würden vermutlich morgen alleine da stehen. Das Thema Personal ist bei der Selbstständigkeit mit unter eines der schwersten. Richtig gutes Personal hat Ansprüche, richtig schlechtes ruiniert den Ruf. 

Wenn man durch die Läden schlendert, und Gespräche und Situationen mitbekommt, bleibt die Frage nicht offen, warum es überhaupt soweit kommen musste.


Damals und Heute an einem Platz - Ulm
Wenn ich Nachts nicht schlafen kann liege auch ich mit dem Ipad im Bett, und freu mich wenn ich etwas gefunden habe, von dem ich gar nicht wusste das es dies überhaupt gibt. Speziellere Dinge die in Ulm nicht geführt werden, oder weil einem einfach die Zeit fehlt. Preise vergleichen - Vollautomatisch, Bergwertungen zur Funktionalität, und Qualität inclusive. Die Onlinewelt ist schön bunt, und man hat das Gefühl von Weihnachten wenn man sich auf das Päckchen freut. 

Viele Menschen die ein Geschäft in Ulm haben kenne ich sehr lange. Ich weiss wer den Internetkireg überleben wird, und wer an der Verkaufsfront fällt. Woher ? Man fühlt sehr schnell ob man sich als Kunde wohlfühlt, man gerne wieder kommt. Jemanden 500 Euro für ein paar neue Klamotten hinter hertragen, die von meiner Frage des Stoffes genervt ist, macht keinen Spaß. Wenn die Verkäuferin mit Ihrer Freundin redet, die gerade zu besuch ist, dann gönn ich das den beiden. Bemerkt man mich als Kunden und versucht zu fliehen, finde ich fast immer ein kürzere Gasse, um den Fluchtweg abzuschneiden. Und das :"Kollege kommt gleich Spiel" ist mit 1,2 Sätzen ziemlich schnell beendet.
manchmal steckt gar keine Absicht dahinter. Sondern einfach nur fehlendes Taktgefühl. Die innere Kündigung, oder das Wissen, dass das Praktikum ja eh nur noch 2 Tage dauert, dann sieht mich dieser Laden eh nie wieder. Mich, im übrigen als Kunden auch nicht. 

Wir alle leben von Empfehlungen. Im übrigen auch in privater Natur. Was gibt es schöneres als zu sagen:" Klar, geht hier und dort hin, sag einen Gruss von mir"? Das ist einer der unschlagbaren Vorteile gegenüber dem Onlinekauf. Nur, wen empfiehlt man denn wirklich ruhigen Gewissens weiter?  Die, bei denen man sich wohl fühlt, und Ahnung haben. Ob Fachgeschäft, Dienstleister, was auch immer. Bevor ich jemanden empfehle für den der schönste Platz auf dieser Welt das durchgesessene Sofa ist, schick ich Ihn auf die beste Webseite die mir zum Thema einfällt.

Natürlich brauch man Essen, Styling, Klamotten öfters als Fotos. und natürlich erwarte zumindest ich nie, das eine 1:1 Empfehlung zurück kommt. Aber ein kleines Danke kommt an und für sich immer. Und das ist mehr wert, als der 10 EUR Danke schön Gutschein aus dem Internet.

Manchmal könnte man meinen, je hochwertiger das Geschäft, desto , ich will jetzt nicht sagen arroganter, aber das würde es treffen, ist die Behandlung als zahlender Kunde. Ich kann niemanden sein Millionärsdasein ansehen. Kluge Menschen, die es zu etwas gebracht haben, machen viel das man dies auch nicht erkennt. Umgekehrt funktioniert dieses Spiel im übrigen auch. Wer hat es notwenig es nach aussen zu tragen? Diese Sorte Kunde wird keine 3.599 EUR für den Anzug bezahlen. Er wird vielleicht Posten: " Puh, heute mal wieder bei xy gewesen, die haben ja nur Müll zum anziehen". Kaufen wird er aber die gefäschte Marke für 79,90 EUR mit einem Klick der auch nicht in der Stadt bleibt.

Ich wünsche mir viele Klicks auf meiner Seite. Ob Schuhmacher, oder Lieschen Müller in mein Studio kommt, so werde ich zu beiden freundlich sein, weil ich mich einfach darüber freue. Ich werde weiterhin Spaß beim shoppen in Ulm haben, und auch Dinge Online kaufen. Beim Shoppen in Ulm spricht man immer mit Menschen, die dann auch umgekehrt zu einem kommen. Vielleicht lässt sich so vieles wegklicken.

Vielleicht manchen manche in Ihrer Art auch einfach so weiter, und fahren den Rest dann eben auch noch gegen die Wand. Ein Aufkleber wird sie auf jeden Fall nicht davor retten.

Montag, 11. August 2014

Von Grüpplein, Kunden und gescheiterten Existenzen

Von Grüpplein, Kunden und gescheiterten Existenzen

jeder kennt sie-die Facebookposts in denen es heisst:"Wer kennt einen guten..."Die Antworten sind spannend. Die guten freuen sich über Empfehlungen. Der erst empfiehlt sich selbst. Ich liebe Marketing, ich mag neue Ideen und Projekte die ankommen. Bevor ich mich aber in einem Post selbst empfehle, und mir mein Armutszeugnis unterschreibe, sollte ich meine Strategie überdenken. Ähnlich verhält es sich bei den sogenannten Agenten. Ein Bild von jemanden den ich kenne und das nicht von mir ist. Protest. Da wird geschrieben, gelästert, versucht umzubiegen was das Zeug hält. Der Kunde selbst wird in seiner Meinung bestätigt. Kauft man ein Auto, und ein anderer Händler bekommt das mit, ruft an, und macht den anderen schlecht, wird man kein das nächste Auto bestimmt auch nicht bei Ihm kaufen. Warum? Weil man weiss da alleine schon die Notwendigkeit so an Kunden zu kommen einer der unsymphatischten ist. Wie auch immer. Ich freue mich das wir so viele Eigenlöbler haben, und noch mehr Lästermäulchen. Ich kann eines versprechen. Da wird es noch einiges für euch zu tun geben. Die zeit dafür muss ja das sein, ich hab sie nicht... 


Wirtschaftskrise, Angst um den Arbeitsplatz, Verwirklichung, Freiheit. Fragt man nach Gründen für eine Selbstständigkeit nach, hört man diese Antwort in der Regel zuerst. Schnell wird im heimischen Wohnzimmer ein Schreibtisch hingestellt, vor dem dann zukünftige Kunden Empfangen werden, nachdem Sie durch die Küche kaschiert sind.  Bei den jährlichen 5 Kunden bleibt es dann auch. Schliesslich läuft alles immer richtig toll und klasse.  Der Vorteil liegt ja schliesslich auch auf der Hand. Während andere buckeln kann man gemütlich mittags vor dem Fernseher sitzen, und führt erfolgreich sein eigenes Unternehmen. In manchen Fällen sogar über 2,3 Jahre hinweg. Die paar wenige Freunde die bei Facebook einmal auf gefällt mit geklickt haben belächeln das ganze schon lange und das wirtschaftliche aus ist vorprogrammiert. Spätestens wenn die 20 Euro für Visitenkarten nicht mehr drin sind sollte man die Reissleine ziehen.  Wer nicht das Glück hat einen Millionär zu heiraten, kommt spätestens beim Bewerbungsgespräch in Erklärungsnot. 

Nicht das was wir uns wünschen wird sich erfüllen, sondern das für was wir bereit sind zu arbeiten. Selbstständig zu sein ist für viele ein Traum. Der eigene Chef, die besseren Verdienstmöglichkeiten, seine Freiheiten zu haben. Disziplin, fachliches können, und eine 80 Stunden Woche sind die Kehrseiten. ich selbst könnte ohne ein 80 Stunden Woche nicht mehr wirklich glücklich sein. Ob Maler, Architekt, Fotograf, oder Zahnarzt. Wer nicht jeden Tag einen neuen Kunden hat, wird sich schwer tun. Dafür nimmt ist auch der Mitbewerber einen zu hohen Stellenwert beim geschehen ein. 
Mit Neid kann ich inzwischen genau so gut umgehen wie mit Erfolg. 

Die meisten selbstständigen kennen das. Man wird angebettelt, hilft und wird danach abgehakt. Im besten Fall. Schlimmer wird es, wenn Situationen auf magische Art verschwinden, Gedächtnislücken entstehen, und sich der eigene Frust so ausbreitet, das es schon fast mitleidserregend wirkt. Eine Gemeinsamkeit hat diese Spezies. Über kurz oder lang gehts immer mehr in die Abhängigkeit anderer, die Ausreden und das sich selbst belügen wird ausgefeilter, und der Schein nach aussen bröckelt so sehr, das selbst der dümmste dahinter kommt das gar nichts mehr zusammen passt. 

Würde man sich von solchen Menschen in seinem täglichen Tun beeinflussen lassen , hätte man es wirklich schwer. Dabei gibt es so viele Menschen und Situationen die es Wert sind Zeit und können hinein zu investieren. Neue Projekte, tolle Ideen, Menschen die bereit sind etwas zu bewegen. Das ist die höchste Form der Anerkennung. Man ist froh wenn der Rest zum Mitbewerber geht. Man ist froh wenn die Aasgeier woanders lauern. Das Kopffrei - Prinzip ist wichtig. Wer sich als selbstständiger ständig mit Situationen blockiert die nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht keinerlei Mehrwert bieten, der muss sich nicht wundern wenn er für die wirklich wichtigen Projekte keine Zeit hat.  Opfer, die der hinterlistigen Lebensplanung einen Aktivitätsstatus geben findet man an jeder Ecke. Bei "Machern" wird es schon wesentlich schwieriger. 

Ich kenne selbstständige die phantastische Ideen haben. Ob mit oder ohne Geld. Dies ist im übrigen eine äusserst wichtiger Faktor, jedoch ein anderes Thema. Und was passiert? Wenn es nicht schlecht geredet wird, wird es ausgenutzt. Die Erfahrungen die daraus resultieren bringen einen dazu das ganze Vorhaben am besten gleich sein zu lassen. Hätte man nur von Anfang an mit den richtigen Leuten etwas zu tun gehabt. Die Krankheit Mensch schlägt immer wieder erbarmungslos zu. Noch vor gut einem Jahr hatte ich die Einstellung helfen zu müssen. Jungen Unternehmen eine Chance zu bieten. Bei wenigen hat es funktioniert. Bei den meisten scheiterte aus den unterschiedlichsten Gründen. Der neidische Partner, der mehr Zeit damit verbringt Geheimnisse aus der Vergangenheit nicht ans Tageslicht kommen zu lassen, und versucht alle Kontakte abzubrechen, den eigenen Schweinehund zu überwinden um sich Fehler einzugestehen, das Desinteresse am eigenen Unternehmen, oder schlichtweg die Meinung das ein professioneller Auftritt ja gar nicht sein muss, schliesslich will man ja lieber sein Leben mit Freizeit geniessen, bevor ein Kunde auf die Idee kommt, und mit einem Auftrag droht. 

Das alles sind vielleicht 2% des Abenteuers Selbstständigkeit. Heute, bald 6 Jahre nach dem Start habe ich mich von allem getrennt was mir nicht gut tut. Auch von Kontakten von denen ich wusste, das diese wiederum viel mit Menschen zu tun haben die nur ein Ziel verfolgen. Unruhe zu stiften. 
Ich freue mich über jeden einzelnen neuen und alten Kunden. Und doch möchte ich nicht jeden als Kunden haben. Das Völkchen das der Meinung ist, das sie so unglaublich wichtig sind, dürfen gerne zu unglaublich wichtigen Fotografen. Die Gruppe die der Meinung ist, das Ihr Geld in den eignen Taschen besser aufgehoben ist, darf ebenfalls gerne zu Fotografen gehen, die wirklich keinen Cent wert sind, und der Scheinheilige Rest sollte sein Leben unbedingt so weiter leben wie bisher. Aus einem Dackel kann man eben keinen Windhund machen. 

Bleiben also noch die 98,9% richtiger Kunden. 4-6 im Durchschnitt am Tag. 6 Tage, 49 Wochen im Jahr, 6 Jahre lang. Hochzeiten mit hunderten von Menschen nicht dazu gezählt.All dieses Menschen sei gesagt, das es für mich das schönste ist, wenn Ihr einfach einmal auf einen Kaffee vorbei kommt. Wenn Ihr mir erzählt das es mit dem neuen Job geklappt hat, und das Bewerbungsbild klasse war. Das Ihr bald heiraten werdet, oder euer Freund für die neue Firma neue Produktbilder braucht. Oft kommen auch Kunden zu mir und fragen mich, ob ich nicht zufällig eine Wohnung oder eine freie Stelle weiss. Natürlich weiss ich das. Wer sich selbstständig macht, hat die Möglichkeit hier kostenfreie Werbung zu machen, und ich kenne nur sehr wenige denen ich keine Kunden empfehlen konnte. Da mag dieses Grüpplein von gescheiterten Existenzen und Scheinwelten noch so rum jammern und lästern. Schliesslich bekommt Ihr nur 5% von dem mit, was tatsächlich jeden Tag in meinem Leben passiert. Und das reicht offensichtlich schon vollkommen aus, damit man sich viel zu lange mit "Peter Neher" beschäftigt, anstatt sein "Ding" auf die Reihe zu bekommen. Woher ich das wissen will? Das meine lieben, wird mein Geheimnis bleiben :.)

Dienstag, 5. August 2014

Die Bestechung mit der Bestechung

Die Bestechung mit der Bestechung



Wer schon einmal auf einem Forma1 Rennen war weiss es. Es geht laut zu. Es riecht nach verbranntem Gummi, Benzin und jede Menge Öl zum schmieren.

Das wurde dann auch letztendlich dem Formel1 Boss Bernie Ecclestone zum Verhängnis. Mit einem Schmiergeld von 33 Millionen Euro wurde der damalige LB Vorstand geboten. Dieser sollte bei der Bank durchbringen das die Anteile an Ecclestones Wunschkandidaten der CVC verkauft wurden. Da Geld selbst wurde wohl einfach von der Bank abgezweigt.

Eine Bankvorstand der Bestechlich ist? Ein Vorstand der anstatt 500 Millionen nun eben 533 Millionen auf dem Konto hat?

Im Ungleichgewicht. 100.000.000 für einen Freispruch

Nicht tragisch kann man denken. Wir sind es zwischenzeitlich gewohnt. Dass das ganze auffliegt konnte man sich damals schon ausrechnen. Was folgte war eine Gerichtsverhandlung in der es zum Schluss heisst: "Zahlen Sie 100 Millionen (!) (100.000.000) Euro in die Staatskasse(!) ein und die Sache ist erledigt. Vorbestraft sind Sie natürlich dann auch nicht.

Betont wird immer wieder das dies rein gar nichts mit freikaufen zu tun hat. Warum auch. Wenn jemand damit einverstanden ist, 100.000.000 Millionen Euro zu bezahlen, und danach nicht einmal vorbestraft ist, der kann doch nur unschuldig sein. Dagegen hören sich die 33 Millionen Euro Schmiergelder, der wirtschaftliche Schaden,  die Tatsache das man Bestechlich in so einer Position ist schon fast wie Kleingeld an. Immerhin fliesen die hundert Millionen direkt in die Staatskasse.

Was damit gemacht wird, wird sich zeigen. Eine Bestechungsstraftat gegen eine Zahlung von 100.000.000 EURO einzustellen, und den Angeklagten dabei Straffrei, also ohne Vorstrafe aus dem Gerichtssaal zu entlassen ist schon fast Ironie.

Und dabei geht es gar nicht um einen alten cleveren Mann der allen gezeigt hat das man nur genügend Geld haben muss. Dabei geht es um die Glaubwürdigkeit unseres Systems, um die Glaubwürdigkeit der Justiz. Jemand der Milliarden hat interessieren keine 100 Millionen Euro. Jemand der so unsagbar reich und alt ist, den interessiert nur eines. Das Leben solange zu leben wie es nur geht, und das mit allerhöchstem Komfort.

Die Mutter die das Knöllchen nicht bezahlen kann, weil Ihr der Exmann den Unterhalt verweigert, und deshalb eine Geldstrafe um das vielfache erhält lernt dadurch das man Geld bezahlen muss, weil man Arm ist. Dabei spielt es keine Rolle das Sie nach Ihrem Hexenschuss den Sie von 3 Jobs hat den Kinderwagen keine 25 Treppen für 10 Sekunden Parken mehr hochtragen kann.

Im Artikel 3 des Grundgesetzes steht unter Absatz 1:

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Man kann darüber disskutieren ob man einen 84 jährigen ins Gefängnis steckt, oder ihm einfach Hausarest auferlegt. Aber eine Straffreiheit für eine solche Summe, eine Summe die einfach so in dieStaatskasse fliesst ist eine gewaltige Ohrfeige für die arbeitende Gesellschaft, und eine noch größere für die Glaubwürdigkeit an das Grundgesetz.

Dienstag, 17. Juni 2014

Von den reichen lernt man das sparen,
und was man sonst noch alles lernt.

Vor dem Bildschirm sind wir alle gleich. Als wir zum letzten mal Weltmeister wurden, war ich in Berlin, und fotografierte mich durchs Leben. Vielleicht kann ich später einmal schreiben, das ich in Ulm war, meiner Heimat, als wir uns den nächsten Stern geholt haben. Vielleicht ist aber auch der Umstand, was uns in diesen Tagen alle verbindet wichtiger.


In meiner Zeit in Afrika, Mitte der 90'er Jahre habe ich gelernt, lernen müssen, was wirkliche Armut bedeutet. Man kämpft schon fast für ein Stück Brot, ein Eimer reines Trinkwasser wird zum Luxusgut, ein verhungertes Kind ist leider nichts besonderes.  Während an der Elfenbeinküste ums nackte Überleben gekämpft wurde, kämpfte man in Deutschland in mitten des kalten Krieges gegen überflüssige Pfunde mittels Airobic, das in knallbunten neonfarben im Fernseher zum mitmachen lief.

Verstanden habe ich es nie. Seitenweise schrieb ich bei meiner damaligen Webseite Beiträge, das es schade ist, das man Erdöl nicht essen kann. Davor wird der Mais vernichtet um Transportmöglichkeiten zu schaffen. Bei der jetzigen Fussball WM war ich nicht da.man hört von Greultaten, Strassensäuberung, die ersten sprechen von der "Endlösung zum Finalspiel".

Als Fotograf kommt man ganz gut rum. zumindest ich. Man hat mit allen Schichten zu tun, und ich habe mir die Zeit genommen einmal ganz bewusst erleben zu wollen wie es ist wenn man viel Geld hat. Sehr viel Geld.

Jeder von uns wartet bis die Hand vom Aschenbecher verschwunden ist, wenn man eine Zigarette ausdrückt. Dort stört das nicht. Man ascht einfach drauf. Es interessiert nicht ob sich einer verbrennt oder nicht. Man wartet nicht, man holt sich einfach. Vollkommen egal ob andere warten oder nicht. Die kleine Kunst dabei ist die, danach einfach so zu tun als ob man auf einen Schlag nichts mehr hört. Nun, man kann denken das diese Dinge einen nicht automatisch reich machen. Man kann aber davon ausgehen, das wenn diese Hemmschwelle erreicht ist, noch ganz andere Taten folgen, und zwar ohne Skrupel.

Die attraktiven braungebrannten, die dicken weissen, das lachen dabei, und das übereinander herziehen. Alleine das alles macht mir meine Entscheidung sehr leicht nicht reich sein zu wollen. Nein, neidisch bin ich wirklich nicht darauf. Kein vermissen nach irgendwas, kein "ich kaufe es mir einfach"... Dümmer sind wir deshalb alle bestimmt nicht. Nur menschlicher. 

Und dann gibt es die stillen Helden, die durch Jahrelanger harter Arbeit etwas erreicht haben, und andere daran teilhaben lassen die nicht so viel Glück hatten. Die erkennt man allerdings nicht wirklich.  Genau so wenig wie man die erkennt, die zuwenig zum überleben haben, und teilen.

"Jeder ist seines Glückes Schmied" heisst es in einem auswendig gelernten Sprüchlein. Ich denke wenn Mozart heute in Berlin mit dem gleichen Talent auf die Welt kommen würde, so hätte er aller Vermutung nach nicht die selbe Chance wie damals. Und das, obwohl er sich jeden Tag für seinen Geigenunterricht auf dem Schulhof verprügeln lässt. Spätestens nach 6 Monaten wäre das Geigen vorbei. Auf Youtube gibt es neben Ihm 50 andere Talente die nicht in Berlin Marzahn wohnen, sondern Ihr erstes Videoclip als Stargeiger am Strand von Florida gesponsert bekommen, steht auf dem Baseballkappi doch Sony Music.

Aber weiter zu meinen eigentlichen Erfahrungen...

Nach der Jahrtausendwende lernte ich in Berlin jemanden kennen, bei dem man schon vom reinen Anblick Angst bekommt. Ein Mann wie ein Bär, nur tatowiert. Und das überall dort, wo ein Bär normalerweise sein Fell hat. Das dieser Junge Herr sein Geld nicht beim Finanzamt verdient war mir klar. Es regnete und durch das Autofenster konnte ich sehen wie er triefend nass und fluchend sien Motorrad nicht anbekommen hat. Ich bot ihm an ihn zur nächsten u Bahn Stadtion mit zu nehmen, die ca. 3 KM vom Ort des geschens lag. Liebe Mädchen, nimmt euch hier bitte kein Beispiel. In diesem Fall musste es allerdings sein, wie sich heraus stellte. Der Mann hiess Richy, genannt wurde er nur Rich. Später erfuhr ich das er Richard heisst, und musste schmunzeln. Rich stieg ein und wir begannen zu plaudern. Wenn man Ihn sieht ist man Meilenweit davon entfernt Ihn so einzuschätzen wie er wirklich ist. Ein netter gemütlicher kluger Kerl, der mit Sicherheit auch ganz andere Seiten aufziehen kann. Um es kurz zu machen... Ich sprach Ihn auf meine Wahrnehmung an, die inzwischen jenseits von gut und böse lag. In dieser Nacht lernte ich das es Sinn macht jeden Menschen fair und mit Respekt zu behandeln. Schliesslich weiss man nie wo man sich wieder trifft. Vermutlich wäre es ein leichtes Spiel für Ihn gewesen mirt eins über zu ziehen, mir den Wagen weg zu nehmen, und mich raus zu schmeissen. Genau das ist nicht passiert. Er erwies sich als sehr dankbar, und wir haben heute noch Kontakt. Durch unsere Gespräche ist aus Ihm tatsächlich ein Pädagoge geworden. Kein studierter, aber ein Streetworker. Durch Ihn habe ich Menschen und Möglichkeiten kennen gelernt, von denen ich heute noch beeindruckt bin, und so mancher Kontakt hat mir damals die Türe zu vollkommen neuen Möglichkeiten geöffnet. Warum ? Weil es damals in Berlin geregnet hat, und ich nicht mit verschlossenen Augen im Wagen gesessen bin, und Angst um meine 20.000 Euro Lederausstattung haben musste. Vielleicht geht es nie darum die Welt retten zu wollen. Aber mit Sicherheit geht es darum mit dem richtigen Mass am Mensch sein, die Erfahrungen aufzugreifen die einem das Leben gibt. Und wenn man bemerkt das eine neue Zeit anbricht, eine Zeit die Veränderung haben will, eine Zeit die so viel neues, spannendes und schönes bereit hält, wird man sich leichter tun, nachzugeben und das Gefühl zu verinnerlichen das man lebt. Die Alternative sich über jeden Mist aufzuregen ist im übrigen nicht einmal halb so spannend.

Ich wünsche jedem Leser eine phantastische Fussball WM. Wenn wir Weltmeister werden, werden wir unseren Kindern noch von diesen Tagen erzählen. Gestern, wie durch das 4:0 gegen Portugal alles begann. Arm und reich vor dem Küchenfernseher, oder dem 2 ,50 meter grossen 3D Gerät. Ich bin mir sicher die erst erwähnte Gruppe könnte sich mehr gefreut haben. Warum? Weil es zum Erlbnis wird, mit echten Freunden zu feiern, und ein kaltes Bier auf dem Balkon zu trinken.


Mittwoch, 7. Mai 2014

Organisiertes Leid


der herzhafte Biss ins Brötchen , die sahnig kühle Kugel Eis, oder auch einfach einmal 10 EUR für etwas auszugeben das man nicht wirklich braucht. Das alles kann man ohne schlechtes Gewissen tun. Gesetzt den Fall man ist nicht in Ulm's Fussgängerzone unterwegs. Seit Monaten sieht man dort teil's verkrüppelte Menschen auf dem Boden sitzen. Betende alte Frauen, jammernde Männer, Guten Tag, Alle gut, bitte geben, Hunger, Hunger, bitte schön.

Was einst klein begann hat sich ausgebreitet. Vom Münsterplatz bis zur Galeria Kaufhof. Vom Werdich Schuhhaus, bis zum Tröglein. Wie kann man sich in unserem schwäbsich reichem Land ein Brötchen für 3 Euro kaufen, während andere hungernd betteln? Man kann. Denn genau das ist die Strategie. Die Plätze sind nicht zufällig gewählt, die immer wiederkehrenden Sprüche und Sätze die bis zu 200 mal (!) in der Stunde wiederholt werden, der versuchte Augenkontakt, Gestik, Mimik, alles aufeinander abgestimmt. Die ältere Generation bekommt Mitleid. Ein Euro von Omas Rente ist nicht viel. Ein Euro von 500 Omas schreiben da schon ganz andere Zahlen.

Wer nur etwas genau hinsieht erkennt den Schwindel schnell. Glaubt man Reportagen aus anderen Städten werden hier pro Tag 300-600 EUR umgesetzt. Pro Bettler. Wer sich beobachtet fühlt wird Nervös. Meine Recherche für diesen Blog hier habe ich nach 3 Minuten abgebrochen. Schnell tauchten 4 Männer auf, als bemerkt wurde das ich mich für einer Ihrer Bettler interessiere.


Längst nicht jeder fällt  inwischen darauf rein. Zu offensichtlich wirkt das gebettle. Zu dumm die immer wieder kehrenden gleichen Sätze. Zu aufgesetzt das gespielte Leid. Und doch muss es sich immer noch Lohnen.  Neue Gesichter tauchen fast täglich auf. Die Junge Frau mit zerfetzter Kleidung sitzt mit hilfesuchendem Blick dem Himmel entgegen direkt gegenüber dem Ausgang eines Geschäftes für Luxusmode. Es ist fast unmöglich sie zu übersehen. "Bitteschön, einen schönen Tag, alles gute, Bitte Hunger". tönt es voller Wehmut der Kundin entgegen, die den Laden gerade mit 2 vollen Einkaufstüten verlassen hat. Bekommen hat Sie nichts. Sekunden später entweicht der Hilfesuchende Blick Ihrem Gesicht, und die Stimme vertummt. Erst eine halbe Minute später das gleiche Schauspiel. Nächster Kunde, nächstes Gejammere, gleiche Mimik. Als sie mich bemerkte machte Sie weiter. Wie abgebrüht muss man sein sich nicht einmal davon beirren zu lassen dachte ich mir, und ging weiter.

Abends sieht man alte Mänenr ohne Beine auf einem Skateboard bettelnd die Hirschstrasse herunter rollen. Nicht dort wo man Platz hätte, nein. Mitten drin. Je mittiger, desto mehr Sichtkontakte, desto größer die Chance Geld zu bekommen. Ein Mensch mit solch einem Schicksal fährt nicht mit einem Skateboard in der Mitte der Strasse. Jemand der Mitleid erwecken will um den Profit zu maximieren macht so etwas. Der Trick mit dem Skateboard wirkt. Wie schnell denkt man das dieser arme Lump keinen Rollstuhl hat. Woher sollte man auch wissen das daheim die modernsten Prothesen stehen, für die jeder andere ohne Beine vor Neid erblassen würde.

Wenn schon Schicksal, dann richtig. Bei dem Gedanken wie man damit ein kleines Vermögen am Tag macht, wenn man es nur richtig verpackt, kommt Wut in mir hoch. Wut für all die, die unser Land nach dem Krieg aufgebaut haben, und nicht einmal Geld für Brot haben, oder hatten. Wut wegen den Tricksereien. Wut weil man sich 10 mal am Tag ein freies und ruhiges Gewissen erkaufen müsste. Einmal genüsslich in seinen Semmel zu beissen und nicht angefleht zu werden weil ich etwas im Magen habe, und neben mir jemand sitzt der für mich zu Gott betet und der anscheinen grossen Hunger hat.  Solche Banden haben mehr Geld als alle Leser dieses Blogs zusammen. Mit Psychotricks organisiert an Geld zu kommen - Steuerfrei (!) ist die eine Seite. Der Bettler der tatsächlich Hilfe benötigt geht leer aus. Seine Tricks sind zu schlecht wenn er überhauot welche hat. Wahrscheinlich macht er sich keine Gedanken darüber sondern hofft nur das er etwas geld für eine Suppe zusammen bekommt.  Die besten Plätze sind besetzt, und beide Beine hat er auch noch. Bitte ,Bitte einen schönen Tag, alles gute...






Mittwoch, 23. April 2014

Die Karavane und der Sultan 

Die Karavane zieht weiter" heisst es in einem Fachingslied.

Gemeint sind damit Kamele die einen Sultan tragen. Dieser hat durch die Wüstensonne Durst, und hofft auf eine baldige Wasserquelle. Kamele zum reiten habe ich keine. Dafür 2 gesunde Beine die mich zu meiner persönlichen kulinarischen Oase tragen. Meist zwischen 13:00 Uhr und 14 Uhr. Eine Zeit wo alle arbeiten, wo Schichtwechsel ist. Ich mag diese Zeit weil nicht ganz so viel los ist. Man hat ein paar freie Minuten um sich ein gemütliches Plätzchen zu suchen, und dem bunten treiben etwas zu zusehen. Dabei sollte ich doch gar nicht hier sitzen. "Schaffsch Du au wieder nix" schreit es aus einem Eck zu mir rüber. Ein arbeitsloser** Bekannter zieht lautstark seine Aufmerksamkeit zweier Rentner auf sich. Der Gedanke mittags um halb 2 von jemanden der den ganzen Tag rumlungert an den Kopf geschmissen zu bekommen macht einen schon fast etwas wütend. Dabei ist es ganz einfach solchen Menschen aus dem Weg zu gehen. Überall dort wo es etwas umsonst gibt sind sie anzutreffen.

Ich wurde Neugierig. Jeder selbstständige der das Abenteuer Selbstständigkeit lebt kennt das. Man will etwas umsonst, und dafür, weil man Mr. Arbeitslos ja auch weit über die Grenzen ulm's kennt, ist dieser bereit auch ein wenig Werbung zu machen. Mir war es immer lieber das man mich nicht in Verbindung brachte. Als der Mohr seine Schuldigkeit abgetan hat, und die Quelle des -alles umsonst- versiegelte, zog auch diese Karavane weiter. Direkt in die nächste Fotooase. Ich war meiner Neugierde in diesem Augenblick dankbar. Ich hätte es sonst nicht geglaubt.  Mit den gleichen Sprüchen, der gleichen Taktik, nur mit einem anderen Hemd wanderte der Arbeitslose Sultan von Oase zu Oase. Und ich hinterher. Da ich nun doch über etwas Lebenserfahrung verfüge, dürfte klar sein, das man immer solche Freunde hat wie man selbst ist. Noch heute rutschen mir die Worte:"Danke lieber Gott, das Du die Plage der "alles umsonst Nieten" an mir hast vorüber ziehen lassen.   Fast schon etwas Baff verfolgte ich das weitere Geschehen. Da gibt es noch mehr. Die kennen sich untereinander. Ich bin der letzte Mensch auf dieser Welt der einem nicht hilft wenn Hilfe benötigt wird. Ich bin aber auch der erste, der sich nicht verarschen lässt.

Zu groß wurde mein Drang einfach mit in das fremde Studio zu gehen um Mäuschen zu spielen. 10 Minuten hatte ich Zeit, jetzt war ich schon 13 Minuten damit beschäftigt das alles zu realisieren. Bevor der Drang noch größer wurde, kehrte der kleine Mohr in sein Studio zurück. Sonst hat mein arbeitsloser Bekannter zum Schluss noch recht damit, das ich nichts arbeite.

Der Blick hinter die Kulissen setzte den kleinen Mohr auf seinen noch kleineren schwarzen hintern. Ich hätte mich gefreut wenn es geheissen hätte: "Pass auf, ich hab keine Geld, ich brauch dringend dies oder das, lass uns reden..." Das man bei beiden Variationen  bei solchen Leuten immer drauf zahlt ist mir bewusst. Nur ist die zweite Variante die ehrlichere. Wie auch immer. Ein wenig Schadenfreude (was ich sonst gar nicht von mir kenne) überkam mich dann doch. Da jeder seine eigene Erfahrung machen soll, und es manchmal besser ist, im Vorfeld nicht gleich wieder der Buhmann zu sein, war es nicht schlimm alles einfach wirken zu lassen.

Das Problem ist dabei immer das selbst die flachesten Sprüche mit der Zeit nerven weil es ständig das gleiche ist. "Schaffsch Du au wieder nix"- Diesmal in Begleitung mit 2 anderen Arbeitslosen ertönte es vor kurzem wieder. Es ist wichtig das es andere hören. Damit steht man schliesslich selbst als Arbeitsheld da. Irgendwie tat mir der kleine Hund leid, der hinterher gezogen wurde. Ich erinnerte mich an das Versprechen das jemand so bekanntes als Gegenleistung Werbung machen würde. Erst jetzt verstand ich dass das mit dem bekannt sein nicht gelogen war.

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Es gibt Arbeitslose die sich um eine Arbeit bemühen. Arbeitslose die um einen Job kämpfen. Arbeitslose die unverschuldet in eine schwere Situation gekommen sind. Und es gibt Arbeitslose die selbst davon überzeugt sind mit Ihrem Krempel das große Geld zu machen. Arbeitslose die über die arbeitende Bevölkerung lachen. Die sich für unnahbar halten. Solche Menschen werden von den normalen Leuten ausgelacht, und von Idioten bewundert. Solche Menschen Leben davon das jeden Tag ein neuer dummer aufsteht der sie nicht kennt. Die anderen Arbeitslosen bezahlen Ihre Sachen obwohl Sie selbst sehr wenig haben. Vielleicht wird nun klar warum Sie nur von Idioten bewundert werden.