Dienstag, 11. März 2014


Die Steuerschuld des grossen Mannes

Man kann darüber streiten, lachen, sich ärgern, es vertstehen, oder den Kopf schütteln. Eine Meinung bleibt letztendlich immer übrig. 


Ich bin kein Jurist (Gott sei Dank) , und erst recht kein Steuerexperte (Gott sei nochmals Dank), aber ich weiss wenn jemand 1.000 EUR Steuerschulden hat, dann reden wir über einen Gewinn von 4.000 EUR.  Vielleicht auch etwas weniger.

Wenn man sich dann wegen 3,5 Millionen selbst anzeigt, um eine Straffreiheit zu erlangen, und aus 3,5 Millionen dann über Nacht kurz 30 Millionen (30.000.000) werden, dann fehlt mir dazu die Relation.
Das ganze habe ich bis vorgestern wirklich relativ gesehen. Was hat Uli H. einbezahlt, und welche Leistung hat er bekommen? Was hat jemand einbezahlt der in Deutschland "Asyl" beantragt, und welche Leistung bekommt er. Aber bei einer verzehnfachung, und das quasi über Nacht, von Millionen und Abermillionen kann ich das beim besten Willen nicht mehr relativ sehen. So geht es wohl vielen. Unter diesen Umständen, mit diesem Wissen hätte ich mich auch gerne selbst angezeigt. Der Haken dabei, man muss reinen Tisch machen, und das lässt die Selbstanzeige, diese Möglichkeit der Reue, platzen wie eine Seifenblase.

Kein Millionär, und glücklich
Ich stehe immer noch zu meiner Meinung. Jeder hat im Leben die Chance etwas daraus zu machen. Nicht immer gemessen an Geld, auch Glück, Zufriedenheit, Leidenschaft, Abenteuerlust gehören dazu. Wenn ein Uli H. glücklich damit ist, in einer kurzen Zeit so viel Geld zu machen, dann ist das für mich in Ordnung. Ich, als kleiner Fotograf freue mich auch über tolle und größere Aufträge. Nur bezahle ich meine Steuern. Je mehr es sind, desto mehr habe ich auch verdient. In Irgendeiner Form ist das auch gerecht. Alleine die Möglichkeit zu haben, 30 Millionen zu hinterziehen ist schon enorm. Wir reden hier nicht von der Zeit eines Menschenlebens. Wir reden von ein paar Jahren. Das dieser Mensch in Ungnade verfällt, sich das Steuerzahlende Volk dumm vorkommt ist verständlich.

Schon am Prozessauftakt hat es geheissen das es keinen Promibonus geben wird. Kein Normalsterblicher wird jemals die Möglichkeit haben solche Summen zu veruntreuen. Alleine diese Tatsache lässt das Wort Promibonus in Lächerliche gleiten. 3 Juristen Vertreten Uli H. Die Mutter die Ihren Kindern etwas zu Essen aus einem Container vor dem Supermarkt geklaut hat bekommt einen Pflichtverteidiger.

Zu 3 Jahren und 9 Monaten Haft wurde Peter Graf, der Vater von Steffi Graf wegen lächerlichen 12 Millionen DM (!) verurteilt. Und wie es sich gehört, war er nach knapp über einem Jahr wieder frei. So etwas macht wütend. Bei vielen Fällen ist eine langjährige Gefängnisstrafe angemessen. Die anschliessende Sicherheitsverwahrung ebenso. Aber 3 Jahre und 9 Monate für 6 Millionen EUR. Steuerhinterziehung, von denen man dann 2/3 erlassen bekommt. Auch hier war natürlich von vorne Weg klar, das es keinen Promibonus gibt. Was wäre passiert wenn es einen gegeben hätte? Pflichturlaub an der Elfenbeinküste ?

So abgebrüht wie es sich anhört, so wahr ist es leider auch. Geld regiert alles. Die besseren Anwälte, somit die bessere Strategie. Und dies ist mit Sicherheit nur der kleinste Teil den man als Vorteil wählen kann, wenn man als äusserst Vermögender Mensch vor Gericht steht.

Sich darüber aufzuregen bringt nichts. Auch Uli H. wird für ein paar Jahre verurteilt werden, und ist nach einem, vielleicht zwei Jahren wieder auf freiem Fuß, und sitzt damit 1,2 Jahre kürzer ein, als jemand dem Totschlag oder  ein bewaffneter Raubüberfall vorgeworfen wird. Bei einer Gerichtsverhandlung bei der es um Mord ging, fragte der Richter den angeklagten warum er denn seine Frau umgebracht habe. Als Antwort bekam der Richter folgenden Satz:" Dafür bekomme ich 8 Jahre, und komme nach 4 Jahre wieder raus. Besser als die nächsten 15 Jahre jeden Monat zu bezahlen.. " Das traurige daran ist, es stimmt tatsächlich...

Daraus lernen können wir alle. Das die Selbstanzeige nichts mit Reue zu tun hatte, sondern mit den Kopf aus der Schlinge zu ziehen in Verbindung stand, das 3,5 Millionen ein unbedeutender Klacks ist, und das eine gute Show immer von Vorteil sein kann. Für mich macht es keinen Unterschied ob ich von Uli H. im Fernseher , oder von Lieschen Müller angelogen werde. Wir Leben in einer Zeit in der man immer davon ausgehen muss, das sich jeder selbst der nächste ist. Andere sind sich durch Millionen nur näher.


Sonntag, 2. März 2014


Schrei(b)e es hinaus in den blauen Facebookhimmel

Warum manches gar nicht so dramatisch ist, was tatsächlich dahinter steckt, und warum es sich immer lohnt etwas genauer hin zu sehen. 

Facebook ist nach wie vor ein Medium das ganz leicht zum Teufelswerkzeug heranreifen kann. In diesem Beitrag geht es um Verhalten, um die richtige Sichtweise, und warum es nicht schlimm ist, wenn das eigene Leben auf der Überholspur stattfindet. 



Selfies, Urlaubsbilder, Sprüche, Informationen, Mitteilungen, oder Tipps... Das alles findet man bei Facebook. Zumindest auf den ersten Blick....
Als Fotograf lernt man mit der Zeit genauer hinzusehen. Man lernt Dinge zu erkennen, die das "normale" Auge übersieht. Man lernt aber auch in Punkto Menschenkenntnis unglaublich viel dazu. Warum? Weil man jedenTag mit vielen verschiedenen Menschen zu tun hat. Zumindest bei mir ist es so. Und da jeder Mensch anderst ist, verschiedene Vorstellungen hat, unterschiedliche Wünsche darlegt, entwickelt man mit der Zeit quasi ein drittes Auge. Man erkennt sehr schnell was das Gegenüber versucht zu visualisieren. Man nimmt Worte ganz anders auf, und begreift die Zusammenhänge warum genau dieses Wort in jenem Zusammenhang gewählt wurde. Alles Zufall. Nein. Alles Absicht. Sonst wäre es schier unmöglich zu kommunizieren.

Wer mag, achtet einmal im Detail auf das was sich im Hintergrund abspielt. Was auf Tischen liegt, auf Zetteln steht, was sich spiegelt, was an der Wand hängt. Die fortgeschrittenen unter euch erinnern sich vielleicht noch an das ein oder andere Wort, und entdecken somit eine ganz neue Welt auf Bildern, was man so auf die schnelle vielleicht gar nicht wahrnimmt. Es aknn einem das schmunzeln ins Gesicht treiben. Versprochen.

Hat bei Facebook so einiges begriffen.
Jedes Verhalten hat ein Motiv. Das lernt jeder Psychologiestudent im 1. Semester. Der ein oder andere Leser wird nun langsam begreifen, warum der Beirtag hier Schritt für Schritt runder wird. Was für den Text zum Bild gilt, gilt natürlich auch für die Kommentare, und, natürlich auch für mich selbst :-)

Emails sind davon im übrigen genau so betroffen. Manchmal bekommt man Antworten in denen ein Blinder erkennt das es Menschen gibt, die denken man fällt auf Ihre Show herein. Das Motiv? In einer wahren Unterhalten würde man es "vor sich hin stottern" nennen. Bei Emails ist es einfacher. Man tut einfach so als hätte man Ahnung. Der Nachteil gegenüber einem Gespräch ist, das man Emails weiterleiten kann. und das mit jedem Acount der Welt.

Auch kleine Zeitreisen, dank der geordnenten Chronik können Spaß machen. Wie war das ganze 2012, und was ist heute? Was ist alles inzwischen passiert, und machen manche Dinge tatsächlich Sinn? Wie reagieren, und vor allem mit was, andere auf Posts? Manche Nettigkeiten sind gar nicht so nett, wogegen unbequeme Wahrheiten einen echten Mehrwert haben können.
Da werden Ärztliche Dokumente mit allen Informationen gepostet, Menschen markiert, zugelassen, geteilt, und ganze Leben in Chroniken verschoben. Ein gefundenes Fressen für jeden, der es manchmal gar nicht so gut meint mit euch. Wie oft bekomme ich Bildschirmkopien von Einträgen, und Nachrichten, in denen es heisst:" Interessant gell, wei Er/Sie wirklich über Dich denkt".

Ja, es ist durchaus interessant. Nichts neues, aber, zugegeben, interessant. Um nochmals auf das Thema Motiv zurück zu kommen... Auch hier haben beide Seiten Ihr Motiv. Die eine Seite will zeigen das der Missmut durch die eigene persönlichkeit durchaus vertreten wird, und die andere Seite warnt vor solchen Menschen. Ein Spiel wie es 1.000 mal in Deutschland jeden Tag vorkommt.

Mehr oder weniger neu ist daran, das man gar nicht bei Facebook sein muss. Es reicht vollkommen aus in einer kleineren Stadt zu wohnen. Der Rest wird von denen erledigt, die Ihre eigenen Motive haben, sich ins Unglück zu stürzen.

Gross reagieren muss man im übrigen gar nicht. Es reicht vollkommen aus, im stillen Kämmerlein ein kleines Knöpfchen zu drücken, und kurz abzuwarten. Immer gesetzt den Fall, es ist die Zeit wert, was bei mir in 98% der Fälle nicht der Fall ist.

Warum schreibe ich solch einen Beitrag? Weil viele Menschen Lust haben eine Freude mit anderen zu teilen. Manchmal muss man: "Es ist Frühling, die Sonne scheint", in den blauen Facebookhimmel  schrei(b)en. Und wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet, so gibt man niemanden die Vorlage für ein paar Gewitterwolken. Ich selbst tu mir schwer auf "Gefällt mir" bei Krankenhausbilder oder Unfällen zu drücken. Meist nehme ich mir die Zeit und kommentiere es. Ein Gefällt mir Button hat etwas wie ein freundliches lächeln für mich. Liegt ein Freund im Krankenhaus, mache ich mir Sorgen. Den "Ich sorge mich um Dich" Button gibt es nicht. Auch keinen "Ist mir egal", Eh nur Show", und der "Armer Kerl" Button fehlen. Facebook müsste eine Menge Buttons einfügen wenn es ehrlicher zugehen sollte.
Selbst wenn uns diese Buttons zur Verfügung stehen würden, so bin ich mir sicher, es gäbe hunderte von Motiven, warum der falsche gedrückt werden würde. Lasst euch von Neidern und Versagern nicht ärgern. Zieht euer Ding durch, und achtet einmal auf die Augen, ob diese tatsächlich immer zu einem lachen passen.

Es gibt durchaus ganz viele Motive warum man neidisch auf euch ist. Das fängt beim Job an, und hört beim glücklich sein auf. Jeder hat die gleiche Menge an Zeit. 24 Stunden pro "Tag". Jeder hat das gleiche Recht, und die gleichen Möglichkeiten. Zugegeben. Einige haben von Haus aus etwas bessere Karten. Dafür haben andere eine höhere Begabung. Manche haben etwas Glück, andere Pech. Oder ist das gar nicht so? Haben wir vielleicht das ganze zu 100% selbst in der Hand. iegt es am Pech nicht einfach von vorne anfangen zu wollen, und zwar solange bis sich der gewünschte Erfolg einstellt?. Lasst uns nicht über Glück oder Pech sprechen. Lasst uns über "wollen, aufgeben, tun und resignieren" reden.

Wer tatsächlich glücklich ist, dem ist es wirklich egal ob es anderen vielleicht unter Umständen noch besser geht. Wer glücklich ist, gibt seinen Senf nicht dazu.  Bestenfalls wird ein glücklicher Mensch etwas ignorieren und sich dabei denken:" Nun, ich selbst seh das vielleicht etwas anders, aber hey, was soll's.. Wenn es Ihm / Ihr gefällt... " Die andere Sorte kann gar nicht anderst. Es ist die Chance den Finger in die Wunde zu legen. Und was machen wir? Wir fallen darauf rein, und regen uns darüber auf. Der neider hat sein Ziel erreicht, und uns kostet es Zeit, Energie und Nerven. Wenn ich weiss welches Motiv dahinter steckt, kann ich ganz anderst damit umgehen. Ihn bestenfalls belächeln, und manchmal hat er auch recht. Aber eben nur in seiner Welt. Nicht in meiner.

Wer ehrlich ist, muss manche Dinge nicht extra unterstreichen, nur um in der Hoffnung leben zu können, dass das eine oder andere letztendlich doch noch geglaubt wird. Wer Chancen von euch bekommt darf sich glücklich schätzen. Wer diese mit faulen Ausreden ablehnt muss sich nicht wundern wenn man erkennt das dies wunderbar in ein Gesamtbild passt. In ein Gesamtbilld dessen Happyniss man eh nicht glaubt.  Wer sich immer sofort angegriffen fühlt, der darf euch gerne einmal 2,3 Minuten eurer Zeit stehlen. Ab der 4. Minute müsst Ihr keinen Wert mehr darauf legen, und könnt ohne schlechtes Gewissen das ganze ignorieren. Schliesslich geht es immer um eine Art Messbarkeit.

Menschen die Erfolg haben (und das nciht nur im Beruf) jammern nicht. Sie tun etwas dafür. Menschen die sich in Ihrer Opferrolle bestätigt fühlen, werden immer versuchen sich anders zu verkaufen. Diese Menschen werden auch in 20 jahren dort sein wo Sie jetzt sind. Es macht Spass auf der Überholspur zu leben. Es macht noch mehr Spass anderen zu helfen. Was keinen Spass macht ist gejammere und Hilfe abgelehnt zu bekommen. Aber das muss euch ja jetzt, nachdem Ihr den Beitrag gelesen habt, nicht mehr interessieren. Es gibt schliesslich Gründe warum man euch aus reiner Neugier die Freundschaft noch nicht gekündigt hat. So spannend kann euer Leben sein :-)



Freitag, 21. Februar 2014

Lebenshelden 

Ein kleiner Auszug.



Seit ich das Thema "Lebenshelden als Buch" angeschnitten habe, erreichte mich die ein oder andere Nachricht, worum es denn bei dem Buch geht. Und das... das ist nicht ganz einfach in ein paar Worten zu beschreiben. Deshalb, für alle die es interessiert... ein kleiner Auszug.


(...) der Sommer 89 war fast vorüber und ich erinnere mich noch an eine wunderschöne Strandparty in Süditalien. Meine Eltern pflegten immer den Sommer in Cervo zu verbringen. Meist erstreckte sich dieser Zeitraum über die gesamten Schulferien, so das ist es nicht kannte wie es ist die Ferien mit Freunden zu verbringen, mit denen man sonst das ganze Jahr über zusammen ist. Für mich bedeutete es auch meine Kamera zu reinigen, und mich mit Dingen zu versorgen die es in Italien icht gab. Der kleine Fotoladen im Urlaubsort kannte mich schon, und wusste von meiner Vorliebe für den Agfa 400 Iso Film mit 24 Aufnahmen für 3900 Lire.

Mit den Jahren bildete sich eine Gruppe aus Freunden. Alles Kinder und Jungendlicher deren Eltern die gleiche Gewohnheit hatten wie meine. Einer dieser jugendlichen nannte man "Fish". Fish war 16 Jahre alt, als ein Jahr älter als ich, sportlich, kurze Harre, braungebrannt, groß, gut aussehend, soweit ich das als Mann beurteilen kann. Fish hatte seinen Namen daher, weil er ausschliesslich nur Wasser trank. Warum er das tat hat keinen interessiert, nur mich. "ich will Pilot werden. Kapmfjetpilot. Da muss man Fit sein", bekam ich als Antwort. Kampfjetpilot... Wow. Mir schossen die Bilder von Top Gun durch den Kopf der in etwa der selben zeit im Kino lief. Auf der vorhin erwähnten Strandparty gab es alles mögliche zu trinken. Und natürlich auch Wasser. Wasser in allen möglichen Gefässen. Ich mochte damals kein Wasser.

Ich erinnere mich andiesen Abend noch so gut, weil Fish und ich sehr lange redeten. Die Leidenschaft zum Beruf die uns beide schon in ganz jungen Jahren gepackt hat. Kampfeinsätze in Russland, Fotoshootings in Amerika. Jugendträume. Für mich war immer klar das Fish einmal als Held im Fernseher gefeiert wird. So verging der Abend und die Nacht. Ich machte mich auf den Heimweg der gut 2 Kilometer Sandstrand mit sich brachte. An diesem Abend ist mir eines sehr klar geworden...
Wir alle Leben mehr oder weniger das gleiche Leben. Einige sind reicher, unendlich reicher, einige arm, sehr Arm, es gibt kluge, weniger kluge, dicke, dünne, grosse, kleine, ehrliche, unehrliche, feige und mutige Menschen. Im Kern, im schnitt sind wir alle irgend wo gleich. Uns allen passieren Dinge die wir mit Geld, Klugheit, oder sportlichkeit nicht beeinflussen können. Der Tot der Oma, eine Krankheit, oder ein Zufall der ganz plötzlich passiert.  In dieser Nacht ist mir aber auch klar geworden, das es doch einen gewaltigen Unterschied gibt. Während verlierer sich meist mit der Situation zufrieden und geschlagen geben, handeln Gewinner ganz anderst. Gewinner fangen erst dann zu kämpfen an wenn es spannend wird, und verlierer zum Endspurt im Jammern ansetzen. Gewinner verhalten sich wie Gewinner. Verlierer wie verlierer. Nach vielleicht  20 Minuten war ich zuhause. Zuhause am Meer, weit weg von Schule, Verantwortung und frühem aufstehen. An der Ecke stand eine kleine Strassenlampe die auf einen Mülleiner schien. Ich holte die Kamera heraus, und drückte ab. Noch heute hab ich das Bild bei mir zuhaue. Zuhause in Ulm. Ganz nah bei meinem Studio, ganz nah an der Verantwortung. Heute stehe ich gerne früh auf. (...)

Montag, 10. Februar 2014

Lieber 40. Geburtstag,


als ich 20 war, warst du ganz schön weit weg. Mit 30 jahren hab ich mich schon öfters an Dich erinnert. Und morgen, morgen stehst Du vor der Türe.

Warum es gerade der 40. ist weiss ich nicht. Vermutlich liegt es daran das Du mir eine kleine Grenze in den Kopf gesetzt hast. 40 jahre alt zu sein ist genau so wundervoll schön wie auch ein wenig erschreckend. Man hat das Gefühl die Uhr läuft von da an rückwärts. Meine Großmutter pflegte immer zu sagen das jede zeit etwas besonderes war. Alte Menschen machen das, weil Sie es wissen. Heute verstehe ich diesen Satz ganz anders als damals.

40 jahre Erfahrung, 40 Jahre Glück. In 40 Jahren passiert unglaublich viel, und doch empfinden wir das die zeit immer schneller tickt. Das hängt in erster Linie damit zusammen das wir Wiederholungen schneller wahrnehmen. Die Zeit vor Weihnachten, der Frühling, Nächte unter dem Sternenhimmel. Wer 40 mal Weihnachten erlebt hat, für den ist es nichts neues.

Das spannende an der Sache ist, als ich damals zur Welt kam wussten meine Eltern nicht, das sie 40 jahre später schon lange nicht mehr am Leben sind. Das ich meinen 40. Geburtstag im Internet Blogge. Damals gab es kein Internet.

Ich hatte unwahrscheinliches Glück. Von vorne Weg konnte ich meine Berufung finden. Vermutlich lebe ich ein anderes Leben als die Mehrzahl. besser oder schlechter - das weiss ich nicht. Nur anderst. So anderst, das ich jeden morgen glücklich aufsetehe, und am Abend zufrieden einschlafe.

36 Jahr zuvor. Das Picslocation-Rot ist geblieben.
Meinen 40. Geburtstag wollte ich immer schon mit Freunden feiern. Auch hier weiss ich nicht warum. Ich denke weil diese mich zu dem gemacht haben was ich heute bin. Mit 40 Jahren lernt man auch zu ignorieren. Menschen die einem nicht wichtig sind, haben nicht mehr den Platz den Sie davor hatten. Nur über Menschen die mir wichtig sind mache ich mir Gedanken. Das war einer meiner Lebenserfahrungen. So einfach wie es sich anhört, so Feinfühlig war diese Erfahrung auch. man regte sich über etwas auf, und merkt, das doch eine Form der "Wichtigkeit" da sein muss.  Heute Lese ich irgend etwas, bekomme was mit, und kann ganz normal weiter machen.

Auch das Thema Leben und Tod war mit 40 Jahren noch nie so dicht an mir dran wie in den Zeiten davor. Je älter man wird, desto häufiger wird man damit konfrontiert. Man hat, und sammelt Informationen. Früher hat man damit etwas angefangen, heute überlässt man manchem sein Schicksal, weil man nichts kaputt machen will. Die Wahrheit kommt eh immer raus, auch eine sehr schöne und gerechte Erfahrung im selben Zusammenhang.

Ich habe eine von Faceboo gelernt. Das es jedem in einem bestimmten Schema ähnlich ergeht. Wenn man sich die zeit nimmt, und auf Profilen ist deren Timeline man verfolgt, so erkennt man fast schon wie an der Börse einen bestimmten Rhytmus. Glück, Trauer, Wut, Zufriedenheit, Neubeginn, oder das jähe Ende einer Epoche.  Wer etwas mehr postet, und ehrlich ist, der liegt genau in diesem Lebensfeld.

Überhaupt hat sich in 40 Jahren so viel verändert, das man es damals für unmöglich gehalten hätte. Die Kunst liegt meist darin Trends zu erkennen. Es macht Spaß auf Details zu achten die in keiner Weisse zu Aussagen passen, und es macht nachdenklich  wenn etwas wirlich einmal zusammenpasst und es die falschen trifft.

Ein sehr erfolgreicher Manager ist deshalb erfolgreich weil er etwas vn Gewinnmaximierung versteht. Diese Maximierung kostet Opfer. Ein Familienvater der 15 jahre lang für das Unternehmen da war, und nun unter eine Rentabilitätsgrenze von 10 Cent fällt, sitzt nach geschönten Worten auf der Strasse. Ein Manager der das ganze nicht mehr aushält springt aus dem 15 Stock, und jemand der die Wahrheit erzählt, dem ist gut daran geraten das Land fluchtartig zu verlassen.

Ich habe mich nach 40 jahren daran gewöhnt das die die viel haben, und wissen wie Sie Ihre Ellenbogen einsetzen immer das bekommen was Sie wollen. Die Mutter die das nicht kann, und auch gar nicht will geht leer aus. Daran haben wir uns gewöhnt.  Ein Freund von mir hat mich auf die Idee gebracht eine kleine App zu installieren, die mir anzeigt wer mich bei Facebook löscht. Im Grund ist mir das egal. Spannend fand ich nur, das es Menschen sind, die kurz davor nochmal auf's Gaspedal getreten haben so das man Zufälle ausschliessen kann. Überhauot wird Facebook überbewertet. Ich freue mich immer wenn ich Nachrichten von Menschen lese, die mir etwas bedeuten. Manchmal kann ich sogar eingreifen und  helfen. Oft will ich gar nicht, das man weiss woher die Hilfe kam. 

Menschen vergleichen sich immer. Manche mit Neid, andere mit gnadenloser Ehrlichkeit. Früher versuchte ich zu motivieren wenn ich merkte das etwas bei jemanden nicht funktionierte. heute weiss ich, das es für die Katz war. Die  Mischung aus Show, Talentfreiheit, und Unwahrheiten ist für das eigene Leben bestimmt. Nicht für meines. Ich hatte immer das Glück Dinge sehr früh zu erkennen. manchmal gab ich mir mehr Mühe in der Hoffnung doch noch etwas bewegen zu können. Heute lass ich das, und merke wer es verdient. Ich habe, ohne zu übertreiben, 100.000'de in den Sand gesetzt weil ich Menschen helfen oder unterstützen wollte. Meistens ging der Schuss gewaltig nach hinten los, weil man gar keine Hilfe wollte. Ich habe für Unternehmen gekämpft, für Menschen, für Situationen, weil ich der festen Überzeugung war, das es nach dem Prinzip funktioniert wie es in meinem Leben kenne. Heute nutze ich die Zeit um zu schreiben, und um etwas gutes zu tun, baucht man eben auch manchmal etwas Luft.

In der letzten Zeit habe ich mir einiges vorgenommen. Dafür müsste ich wohl 200 Jahre alt werden. Als Kind wollte ich immer schon Fotograf werden. Mein Vater sagte immer zu mir:" Oh, ein Graf - Ein Fotograf".

Und ich wurde es, schneller als ich dachte. Was einmal funktioniert, funktioniert auch ein zweites mal. Vielleicht geht alles wieder viel viel schneller als erwartet.  Gesehen habe ich das meiste auf der Welt. Erlebt wohl auch. Das werden keine neuen Herausforderungen mehr sein. Wenn ich morgen mit Familie und Freunde zusammen bin, hab ich mehr ereicht, als ich mir wünschen kann.

Ich weiss das alle Ihr Päckchen haben, ich weiss, (inclusive mir) wer sich wo , wie, durch was verkauf, und dazu muss man die Weissheit nicht mit Löffeln gefressen haben. Manchmal reicht ein wenig ein Gefühl, das einem aus reiner Übung heraus sagt warum was so ist.

Lieber 40. Geburtstag. Ich freue mich auf Dich. Ich habe alles was ich mir wünsche. Ich weiss nicht ob man, genessen an den Dingen die als Grundlage dienen, man mehr aus so einem Leben machen kann. Ich wünsche mir, das alles genau so bleibt wie es ist. So bin ich glücklich, so bin ich echt, so bin ich 40.



 

Mittwoch, 29. Januar 2014

Danke


als ich mich 2007 bei Facebook angemeldete war mein Hund neben mir in meinem Homeoffice gelegen. Seit dem gab es unzählige Bilder von uns zu sehen, und viele Menschen haben ab dort unser Leben begleitet.

Als ich die Nachricht gestern schreiben musste, sass ich nicht im Homeoffice sondern im Studio. Ich traute mich nicht wirklich nach Hause, und entschied mich mit Anita für einen Spaziergang. In dieser Zeit haben mich hunderte (!) von Nachrichten erreicht. Nachrichten die einem den Mut geben einzuatmen, und zu wissen man ist nicht alleine. Nachrichten die berührten, Nachrichten von Menschen die ich bewundere, und Nachrichten von Menschen die gezeigt haben - Ich bin auch in schweren Zeiten bei Dir, und bei euch.

So kannte man uns. Sommer 2009
Einige enthielten den Text, das man sehr wohl mitfühlen kann, da einem vor kurzer oder langer Zeit das selbe passiert ist. Einige sprachen Mut zum und andere Verständnis dafür das es nicht leicht ist.

Wenn man so viele Nachrichten in der Brusttasche am Herzen trägt, kann die Welt untergehen - man weiss das alles gut wird.

Das hat sehr geholfen, und dafür möchte ich mich bei allen wirklich sehr bedanken. Jeder der ein Haustier hat, und zum ersten mal mit dem Tod konfrontiert wird, weiss wie unglaublich schwer es ist los zu lassen. Bei mir war es der 3. Abschied. Mein schwerster, und mein schönster.

In solchen Momenten macht man sich keine Gedanken über Tierklinikrechnungen, Termine, oder wie in meinem Fall auch die Blitzanlage die mich vermutlich meinen Führerschein für ein paar Monate kosten wird. Es waren ein paar Minuten Zeit die ich gewinnen konnte. Zeit die vielleicht noch gebraucht werden konnte um zu helfen. Dann laufe ich eben die nächsten Monate.

Los zu lassen ist leichter wenn Freunde für einen da sind. Alles Menschenmögliche getan zu haben um 100% sicher zu stellen das alles richtig war verspricht einem die Gewissheit einer Dankbarkeit.

Nach dem Spaziergang ging es kurz weiter zum Supermarkt. Ich war inzwischen 85 Stunden wach. Als ich die Menschen im Markt sah wurde mir klar das sich die Welt weiterdreht. Die Bäckereiverkäuferinnen verkauften Ihr Brot, im Supermarkt wurden Regale aufgefüllt, und Menschen stellten Lebensmittel in Ihren Einkaufswagen.

Draussen war ein kleiner Hund angebunden der auf sein Herrchen wartete, solange dieser Brot, Wein, und vermutlich Hundefutter kaufte. Wir haben kein Hundefutter mehr mitgenommen. Dafür aber Liebe spüren können. Liebe von unserem Hund, der Dankbar war für eine unglaublich schöne Zeit.

Die Möglichkeit nun wieder mit Sport anzufangen ( auch da nächste Promiboxen wird irgend wann mal kommen :-)  ), auf Reisen gehen, und auch mal die Nacht zum Tag machen zu können beweist den Anbruch einer neuen Zeit für mich. Das Vermissen wird bleiben. Dafür bin ich dankbar.

Picslocation mit einbezogen, sind es mehrere 1000 Menschen die ich zumindest virtuell (gut) kenne. Viele davon haben Haustiere.  Es wird leider jeden treffen. Morgens sehe ich immer Katzenbabys und Hundewelpen mit Ihren stolzen neuen Herrchen oder Frauchen. Vor knapp 10 Jahren gehörte ich auch dazu. Jeden Tag sterben Tiere. Für die Besitzer beginnt eine schwere zeit. Wir alle begleiten, im besten Fall, einen Lebenszyklus und haben selbst in der Hand was wir als Menschen daraus machen. Natürich hat mein Hundetrainer Martin recht. Maisson wurde verwöhnt. Es war für uns selbstverständlich nur das beste Fleisch zu kaufen,und beim Lieferservice wusste man schon was für Ihn mitbestellt wurde.

Am Drive In Schalter gab es Hamburgerfleisch ohne Brötchen - durchgereicht durch das Beifahrerfenster.  Es war nicht einfach unser Traumbett zu kaufen, schliesslich brauchten wir ja Platz zu dritt. Die Erinnerungen daran das Bett aufzubauen, und an die erste Nacht bleiben.

Vermutlich geht es genau darum. Erinerungen schaffen, von denen man später weiss, das jede Zeit etwas besonderes hat. Die Guten, wie die Schlechten Zeiten.  Sterben werden wir nun alle mal. Die Frage ist nur wie zufrieden wir dann sind. Auf Maissons letzten Bild sieht er unglaublich alt aus. Der Körper innerhalb weniger Tage funktionsunfähig. Die Natur forderte ihr Recht. Ohne Schmerzen, ohne Leiden, nicht alleine, in einer Dankbarkeit die nur ein Hund empfindet der glücklich war.

Heute haben mich die ersten Kunden angesprochen. Die "stille Post" funktioniert auch hier.

Vielleicht schaffe ich es, euch mit meinen Bildern weiterhin zu berühren. Wir haben in den letzten Jahren unglaubliches erlebt. Wir haben Menschen durch unser Netzwerk zusammengebracht, die neue Dinge schaffen. Ehen sind bei uns entstanden bei denen sich 2 Menschen hier kennen und lieben gelernt haben. Hunde haben ein neues Zuhause gefunden, und manch einer, der "nur" Bewerbungsbilder brauchte, ging nach einem Telefonat mit einem neuen Job in ein neues Leben.  All diese Dinge wären nicht passiert wenn es euch nicht geben würde. Deshalb liebe ich meinen Job. Deshalb war es das mindeste was ich an Weihnachten tun konnte, das ich die geschenkaktion für jeden gestartet habe. Manchmal weiss ich gar nicht wie ich das alles zurück geben soll. Oft weiss ich das es passiert ohne das man es mitbekommt.

Als ich mich entschieden habe wieder zu schreiben, dachte ich auch nicht das in kurzer zeit so viele menschen den Blog hier lesen. Damals, zu "lebenshelden.de" Zeiten gab es kein Facebook.

Vielleicht werden es 2 Teile. In meinem Buch Lebenshelden
geht es auch um Ansichten. Ich finde kein wirkliches Ende, weil jeden tag so viele neue Dinge um mich herum passieren, das ich ewig daran schreiben könnte. Ich denke aber, das die Zeit dafür gekommen ist, das Buch zum Abschluss zu bringen,und die Dinge nach aussen zu tragen die mir wichtig sind.  Ungeschönt, echt, wahr.

Auch wenn ich es schon ein paar mal geschrieben habe... Man sagt immer ".... den oder die hab ich ja noch nie in echt gesehen." Geht mir auch so, und auch den Menschen die mich nur virtuell kennen.

Dann gibt es viele Menschen die mich kennen, und die auch Maisson kannten. Und alle, egal wie man uns kennt waren und sind für uns da gewesen. Ich kann an dieser Stelle  nur nochmals danke dafür sagen. Danke das Ihr uns auch hier begleitet.

Das Leben geht weiter. Natürlich sitzen wir jetzt nicht hier und schreien Hurra. Natürlich schmerzt es, und natürlich wird es auch nicht von heute auf morgen aufhören. Wir haben hier Termine wie an jedem Tag. Es macht Spaß, lenkt ab, und ist Inhalt meines Lebens. Wir haben uns, wir haben euch, wir haben die Liebe. Danke











Dienstag, 28. Januar 2014

Maisson

meine große Hundeliebe


Es war an einem dieser typischen Sommer/Herbstsonntage. Als ich Maisson meinen Hund vor 9 1/2 Jahren zum ersten mal sah, war es Liebe auf den ersten Blick.

Heute, an einem kalten Januartag ist er gestorben. zumindest sein Körper. Ohne zu leiden, bewusst gehen zu wollen, glücklich bei uns gewesen zu sein. ich selbst mache diese Erfahrung nicht zum ersten, aber vielleicht zum letzten mal.
Die Zeit mit Maisson war prägend für mich. Wir waren 9 1/2 Jahre lang ein Team, unzertrennlich. Wir haben gelebt, geliebt, gestritten und uns wieder vertragen. Im Grunde fast wie in einer alten Ehe.

Mir wird es fehlen. Mir wird das begrüsst werden fehlen, mir wird das stinkende Fell fehlen, und ich bin mir sicher das ich in der nächsten zeit auch noch morgens spazieren gehen werde. Mit Ihm, tief in meinem Herzen.

Ich habe ein lächeln auf den Lippen. Ein lächeln das einer meiner größten Wünsche in Erfüllung gegangen ist. Sterben ohne Schmerzen. Sterben, wo einem noch ein klein wenig Zeit bleibt sich zu verabschieden. Einzuschlafen um für sein Leben zu kämpfen, zu bemerken das es nicht den geringsten Sinn hat, und Ihn weiterschlafen zu lassen.

Für immer zusammen.


Dieses große Gefühl des Todes mit zu erleben, innerhalb einer Bindung die kanpp 10 Jahre ging. Jeden Tag, bei jedem Wetter.

Die letzten Jahre waren seine besten. Ein reifer Hund in den besten Jahren. Das Schicksal hat es gut mit uns gemeint. Der Tumor hat Ihm letztendlich nur 80 Stunden beigesetzt. Keine Wochen, Monate, Jahre.

Die Zeit bis zum Schluss ausleben zu können um dann friedlich einzuschlafenm, mit Menschen die einem wichtig sind ist ein großes Glück.

Es wird sich natürlich etwas verändern. Hunde zu sehen die Gassi gehen. In solchen Augenblicken denkt man nicht an den Tod. Wir waren uns ähnlich. Wir hatten beide unseren Dickkopf, unser Temperament. Wir passten toll zusammen, und werden es auch immer sein.

Wenn Du als kleiner Dobermannstern auf mich schaust, auf den Weg den wir beide immer gegangen sind, dann wink mir zu. In meinem Herzen winke ich zurück. Wir werden uns noch oft zuwinken, bis wir uns wieder sehen.

Dienstag, 21. Januar 2014

Ich bin ein Star - holt mich hier raus!

Warum wir näher am Dschungelcamp wohnen als wir dachten, und wie einfach umschalten ist. 


In den letzten Tagen wurde selten so oft über ein Thema gesprochen wie vom Dschungelcamp. Wir erleben Dramen, großes und kleines Kino, müssen schmunzeln, und schütteln den Kopf. Und, wie es bei solchen Sendungen immer so ist, man kann sich auf uns verlassen.

Wann immer wir eine Möglichkeit sehen jemanden eins rein zu drücken sind wir zu 100% mit vollem Leib, und voller Seele mit dabei. Wir lassen uns keine Gelegenheit entgehen, uns am Müll für's Gehirn aufzugeilen, und freuen uns über Niederlagen, Gelästere und Provokationen.

Ein kluger Sender weiss das. Ein kluger Sender wird alles tun um uns dabei zu unterstützen. Inzwischen weiss jeder das nicht alles echt ist. Zumindest hat man sich Taktiken zurech gelegt, wie man was am besten verkauft. Und wenn dann mal die Nerven mit einem durchgehen, passt diese Taktik auch wunderschön zum Plan.

Schaltet an und ab wann es Ihm gefällt.
Ich habe kurz überlegt, wie ich den Blog beginne. Zu einfach ist es nun die Brücke zu schlagen, die raus aus dem Fernseher, und rein ins reale Leben führt. Sind wir nicht alle "Z" Promis... ?

Warum sehen wir uns das an? Weil wir es kennen. Nur die Umgebung ist anders. Vollkommen egal ob schön in einer Tiefgarage aufgebaut, oder im wirklichen Dschungel. Wir kennen es. Und alles was man kennt mag man, wenn auch zugegeben auf seine eigene Art und Weise.

Wir kennen Menschen die würden so ziemlich alles dafür tun, im Arbeitsdschungel zu überleben. Da gibt es Verträge die so Einseitig sind, das Sie nur ein bekloppter unterschreiben würde, es wird gelästert, geplant, und verkauft was das Zeug hält.

Verkauft? Ja. Die eigene Meinung. Den eigene Vorteil. Den eigene Nutzen. Wir leben ständig im Verkauf. Die Frage die sich immer stellt ist die des Talentes, die des Nutzens, und vor allem die der Schmerzgrenze.

Manches Äffchen wird sich fragen warum Menschen so sind. Und diese Liste kann genau so lang wie undurchsichtig sein. Ein Fussballprofi dem vorgegeben wird was er zu sagen hat, wird weniger Fans haben, als jemand der mutig genug war 2 Millionen Menschen den Mittelfinger zu zeigen. Ob dies angebracht ist, vermag woanders zu stehen. Im Dschungel ist es einfach nach 3,4 'Tagen zu sehen was echt ist und was nicht. In unserem alltäglichen Leben ist dies schon schwerer. Meist entdecken wir es dann wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Und was hilft neben den Erfahrungen? Training. Vielleicht ist es nicht verkehrt sich ganz bewusst auf Schauspieler einzulassen. Vielleicht macht es auch einmal Sinn zu fühlen was passiert wenn man vom gewünschtem Drehbuch abweicht.

Einiges liegt in unserer Natur. Unwiderruflich. Einiges bauen wir dazu um eine bessere Position zu erreichen. Und manches haben wir uns angewöhnt. Wir Menschen können aber noch viel mehr. Wir können zusammenhänge erkennen. Wir können uns fragen, welches Motiv hinter einem Verhalten steckt. Der Banker der zum Vertragsabschluss drängt hat einen Grund. Jemand der sich selbst in den Himmel lobt hat einen, und wer es nötig hat alles runter zu spielen der erst recht.

Im Fernseher ist es schwerer. Nicht immer findet man die Fernbedienung gleich. In unserem Leben ist unsere Fernbedienung immer griffbereit. Man muss die Batterien nicht wechseln, und hat viel mehr Funktionen auf der Tastatur als man denkt.

Ich bin ich, lasst mich hier drin. Drin in meiner eigenen Welt die ich mir so zusammen baue wie sie mir gefällt. Mit meiner Fernbedienung schalte ich an und ab. ich mache lauter und leiser, schneller und langsamer. Und wenn ich keine Lust darauf habe, meine Entäuschung Kund zu tun ,weil jemand der Meinung ist, den anderen übers Ohr hauen zu müssen, dann lass ich es einfach.

Welche Farbe hat Deine Fernbedienung. Meine ist Bunt - Farbe ist schliesslich geschwätzig.