Donnerstag, 8. Januar 2015

Je suis Charlie

Hat Religion tatsächlich so wenig Humor?

man verfolgt die Schlagzeilen in Frankreich. Hinrichtungen durch radikale Islamisten am helllichten Tag. Gezielte Kopfschüsse treffen einen am Boden liegenden Polizeibeamten. Die offenen Handflächen zeigen das er keine Waffen mehr hat. Wenige Sekunden Später ist er tot.


Ihm folgen weitere Menschen die Ihr Leben lassen müssen. Hingerichtet in Namen einer Religion.

Ich kenne Paris. Man schlendert die chaussee le se entlang. Sitzt im Bistro, trinkt Wein. Wer wirklich dazu gehören will muss französisch sprechen. Kunst, Mode, Lebensfreiheit.

Buddha hätte vermutlich über die Karrikaturen gelacht. So wie er immer lacht. Seit Jahrentausenden.
Was mag in den Köpfen solcher Menschen vorgehen die sich für einen Gott rächen wollen? Für einen Gott der genau so Frieden predigt. In diesem Augenblick als diese Menschen bewaffnet andere unbewaffnete auf offener Strasse erschossen haben war Allah nicht gross.
Da half auch kein Geschrei um dies immer wieder zu unterstreichen.

In diesem Augenblick war Allah für die Welt ein gottloses Monster das mit ausgestreckter Hand Familien den Vater nimmt, Leben auslöscht, Terror Angst und schrecken verbreitet.

Hätten wir die Solidarität in Europa von der wir immer nur träumen, hätte jede Zeitung auf der Titelseite heute eine Karikatur bringen müssen. Eine Karrikatur die zeigt wie unreligiös, Menschenverachtend und dumm es ist sich für eine Karrikatur zu rächen, und dabei im Namen Allahs Gerechtigkeit für die Taten zu suchen.

Das wäre die richtige Antwort gewesen. Jeder König hat Größe gezeigt in dem er Gnade walten lies. Warum ? Weil er es konnte. Er hatte die Macht über Leben und Tot zu urteilen.

Eine Maschinengewehr macht eben noch keinen zum König, sondern zum Mörder. Von Größe keine Spur. Hoffen wir alle das Gott, unter welchem Namen auch immer in Zukunft Größe zeigt und so etwas nie wieder passieren lässt.
 

Je suis Charlie

Montag, 8. Dezember 2014

Je klarer ich werde, desto unklarer wird der Rest.

Je klarer ich werde, umso unklarer wird der Rest.

Liebes Jahr 2014,
seit vielen Jahren schreibe ich Deinen Vorgängern. Nun schreibe ich Dir. Deinen Vorgängern habe ich immer geschrieben was mich durch sie bewegt hat, was man daraus lernt, was denn aber auch so war.


Dir muss ich von Anfang an schreiben, das 2007 ein Stern nach Maisson und nach mir benannt wurde. Der Peter und Maisson Star. Natürlich weiss ich das dies juristisch keine Wirkung erzielt. Aber ich mochte schon immer den Gedanken daran.

2014, als Du noch ganz jung warst liebes Jahr, wurde aus der Sternenurkunde dann leider wirklich ein kleines Sternchen. Der Tot von Maisson machte deutlich das auch Lebenshelden von der Zeit keine Wunder erwarten dürfen. 8 Jahre, bis auf 37 Tage jeden Tag zusammen.. Es war kein sehr schöner Start den Du und ich zusammen hatten. Damals im Januar wusste ich auch noch nicht wirklich wie spannend und bewegend du noch sein wirst.



Alles lebt in einer Veränderung, und erst wenn jeder seine Bestimmung gefunden hat, wird es möglich sein diese Prozesse abschließend zu aktivieren. Einer meiner Hauptaufgaben war es in diesem Jahr auch dies etwas nach aussen zu tragen. Was hatte ich Kunden mit Bewerbungsbildern denen danach klar war worum es beim einzelnen geht. Das ein Verdienst nie Glück ausgleicht, und so manchem wurde auch bewusst warum er immer wieder von vorne anfangen musste.

Aus Mr. Right wurde Mr. armsselig 
Mir ist noch nie so sehr wie in diesem Jahr aufgefallen zu was Menschen aber auch in der Lage sind um an Geld zu kommen. Im Frühjahr  erhielt ich einen Anruf der Ulmer Polizei das gegen mich eine Anzeige gestellt wurde. Worum ging es? Jemand der meine Bilder verwendete und sich nicht an Absprachen hielt forderte für seine kleine Gaunereien auch noch Geld von mir. Der Richter sah es genau so, und nach guten 20 Minuten war der kleine Spuk vom Tisch. Ich bin kein rachsüchtiger Mensch. Es war bewiesen das man mit dem Versuch noch kurz ein paar hundert Euro zu machen scheiterte. Ich mag keine Rache, aber ich mag Gerechtigkeit. Ob sich der Schmierfink eines Ulmer Käseblättchens damit einen gefallen getan hat, bezweifle ich. Die Menschen mit denen ich darüber gesprochen hatte sahen es ähnlich, und reagierten wie ich. Es zu wissen reicht aus. Man muss nicht mehr darüber sprechen. Man reagiert einfach und macht sein Ding weiter. Man lächelt danach nicht jemand aus Scham ins Gesicht nur weil der Plan nicht aufging. Ich kann nur hoffen das er mit Kunden die Werbeanzeigen in seinem Blättchen schalten ehrlicher umgeht als wie mit Fotografen die Ihm sein Bildmaterial zur Verfügung stellen und dafür dann auch noch bezahlen sollen. Ich kann nur hoffen das die vielen Gespräche mit gemeinsamen Kunden etwas wachgerüttelt haben, und man bemerken musste das es wohl wieder nur um eines ging. Um Geld, und dem damit verbundenen eigenen Vorteil. Den Fehler zu machen Ihn weiter zu empfehlen habe ich dann auch sein gelassen.

Es näherte sich der Sommer. Maisson Tot war nun auch schon wieder 4 Monate her, als sich
abzeichnete dass das Haus in dem ich seit 10 Jahre lebte nun abgerissen werden sollte, da auf dem Grundstück 3 moderne Wohnanlagen entstehen sollten. Die bringen natürlich mehr Kapital. Nach 10 Jahren gewohnt man sich an vieles. In 10 Jahren sammelt sich eine Menge an, gerade dann wenn
Gepackt-Auf in ein neues Leben
man so viel Platz hat, das es keine Rolle spielt. Manch einer rieb sich die Hände und freute sich darüber wie ich armer Mann mit einem Köfferchen und Tränen in den Augen auf der Strasse stehe. Manch einer bit seine Hilfe zum Umzug an, und so mancher beobachtete gespannt was nun als nächstes Passierte.  Nun, liebes Jahr 2014 du weisst es. Natürlich war es kein Drama. Man ruft ein Umzugsunternehmen an, bestellt einen Container, sucht sich eine grosse schicke Wohnung in der man sich wohl fühlt, als ulmer natürlich vorzugsweise an der Donau, gibt den Jungs vom Umzugsunternehmen 2 Schlüssel, und geht ins Studio zum Fotografieren. Die Möbel die rausfliegen ersetzt man durch neue. So einfach war das. Die gescheiterte  Köfferchengeschichte schlug einigen allerdings so auf den Magen, das sie Ihren Frust dann gleich beim Makler loswerden mussten. Also ran ans Fax, die betriebswirtschaftliche Auswertung ausdrucken, und binnen Minuten kann man beweisen das an den allerneusten Gerüchten wohl nichts dran ist. Blöd für die, denen es wichtig war schlecht zu reden.

Wie bei Deinen Vorgängern liebes Jahr 2014, so glaube ich auch bei Dir daran das nichts Zufall ist. Als wir im Herbst einen größeren Auftrag erhielten wurde klar das wir mit unserem Studio am Limit angelangt sind. Sicherlich gibt es irgendwo hallen die zu mieten sind, aber weg von der Schwilmengasse, weg vom Herzen Ulm's wäre die wohl schlechteste Lösung. Durch Zufall kam das
Noch ohne Picslocation Werbung
neue Studio ins Gespräch, und ich denke das dies ein gebührender Abschluss für ich sein wird.

Überhaupt hattest Du liebes Jahr 2014 auch sehr viele positiven Seiten. Wieder hatte ich die Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen. Manche dienten als Erfahrung , bei anderen wieder rum entstanden neue Freundschaften. Auch was die Menschen aus Deinen Vorgängern betrifft, so hat sich vieles gefestigt. man kann sich aufeinander verlassen, verfolgt gemeinsame Ziele, und schaut danach, wie man sich das Leben so angenehm wie möglich machen kann, ohne dabei faule Ausreden zu erfinden.

Geschäftlich warst Du das Highlightjahr. Wenn man den Onlineshop einmal aussen vor nimmt, und Picslocation Netto sieht, hatten wir noch nie so viele tolle Empfehlungen wie in diesem Jahr. Was
Hunderte gaben sich 2014 das Ja Wort
bei Picslocation. 
mich Geschäftlich besonders gefreut hat war ein "anlächeln" einer Kollegin die ebenfalls erfolg haben muss, sonst wäre Sie nicht so entspannt gewesen. 

Ostern konnten wir wieder Kinderherzen höher schlagen lassen, und so manche Aktion in diesem Jahr brachte einen viel längeren Hebel hervor als wie wir vermuteten.

Der Abschied von dir wird mir dieses Jahr besonders schwer fallen. ich weiss noch nicht wo und wie. Aber ich weiss die unbarmherzig ehrlich Zeit sein kann. In ein paar Wochen werde ich sagen müssen, letztes Jahr ist Maisson gestorben. Letztes Jahr wohnte ich noch in Thalfingen, letztes Jahr hatten wir noch das kleine Studio in der Schwilmengasse.

Wenn du, liebes 2014 Deinen Nachfolger sehen solltest, so richte Ihm bitte aus das ich mich, auch wenn die Umstände auf Gewohnheit nicht sehr leicht sind, sehr auf Ihn freue.

Angekommen.
Im Grunde hat nun alles seine Endposition gefunden. Es wurde beweisbar das alles richtig war. Es wurde bewiesen das wir als kleine Menschen keine Macht über Leben und Tot haben. Es wurde klar das derjenige seinen Erfolg hat der hart dafür arbeitet, und das wir manchmal sehr wohl bei "Wünsch Dir was" sind. Trotz vieler Gespräche und Warnungen, habe ich mich nicht wirklich vom Kurs abbringen lassen anderen zu helfen. Das man dabei auch für dumm verkauft wird weil man nicht auf
Scheinheiligkeiten hereinfällt stört mich nicht dabei. Auch die Ausreden stören mich nicht, weil es ja nicht mein Leben ist. Mich stört höchstens die Wiederholung. Mich stört die Kurzsichtigkeit zu denken ich glaube alles. Mich stört es wenn man von mir denkt das ich auf naivste Tricks hereinfalle, und man einem schön tun muss um sell oder jenen Vorteil zu bekommen. Reagieren tu ich nur insgeheim darauf, weil ich keinerlei Erwartungen habe. Es sind immer die faulen und dummen die bei anderen faulen und dummen Vorteile suchen. Im jammern ganz gross, hinter der Fassade ein kleines dunkles Loch das sich jeden Abend vor dem schlafen gehen auftut. Überhaupt ist die Konstellation von dumm und faul immer die schlechteste. Dabei würde sich so viel kompensieren lassen.

Wenn ich von langen Urlauben träumen würde.. Ich würde zuerst den Job wechseln. Wenn ich von viel Geld träumen würde... Ich würde mich fragen woran ich gescheitert bin. Wenn ich von Liebe träumen würde, würde ich mir klar machen was mich nicht liebenswert macht.

Perfekte Partner (Hier die Werbeagentur Borst und Partner)
und viele spannende Projekte zeichneten 2014 aus. 
Liebes Jahr 2014, sag doch Deinem Nachfolger das er sich mehr um solche Menschen kümmern soll. Sag ihm, das es durchaus Jobs gibt, die natürlich Urlaub rechtfertigen, aber es doch am schönsten ist, wenn man das tun kann wofür man lebt. Sag ihnen das es ganz einfach ist, viel Geld zu haben wenn man es will. Mach ihnen klar das es lächerlich ist, viel zu wollen aber nichts zu riskieren. Sage Ihnen das Sie niemals ausschliessen können wieder verletzt zu werden und das sie sich dabei soviel verbauen wenn sie in ständiger Angst leben.

Was denkst Du liebes Jahr 2014 wie mich die Menschen die all das lesen nun wahr nehmen werden? Bekomme ich nun von Dir diesen Ratschlag "Es ist nur wichtig was du denkst"? Das wäre enttäuschend, so einen abgedroschenen Satz zu hören. Was denkst Du wirklich ? Sag es Deinem Nachfolger. Ich bin mir sicher er wird es mir übermitteln.




Dienstag, 25. November 2014

Wassertropfen und Insektenflügel

Wie ein Flügel eines Insekts etwas grosses bewirkt.



Jedes mal wenn ich nach Stuttgart fahre komm ich an der Europäischen Wasserscheide vorbei. Eine kleine Schlucht in der ein Fluss in gerader Linie seinen Weg findet.
Und jedes mal fällt mir dabei folgende kleine Geschichte ein....

Es regnet. 2 Wassertropfen fallen nebeneinander herunter. Der eine fällt in den Fluss, wird weitertransportiert bis zur  Donau, und endet im Meer von wo aus seine Reise weitergeht. Der andere prallt auf einem Flügel eines Insekts ab. verändert dadurch leicht seine Flugbahn und endet am Ufer. Eine winzige Kleinigkeit wie ein Insektenflügel schafft es als 2 Dinge tausende von Kilometer zu trennen.

Was passiert dann erst mit großen Dingen ? Als ich am Freitag einen Anruf erhielt, es ging um einen kurzfristigen Termin für ein Shooting, spürte ich noch nichts von einer Veränderung. Es ging um Bilder für ein Werbeprojekt einer mobilen Massagepraxis.

Beim Shooting selbst merkten wir alle da wir ganz gut miteinander können. Ideen und Gedanken entstanden, und natürlich auch die Bilder selbst. Einer der Ideen war eine Überraschung . Ein Überraschungsbesuch am selben Abend. Ich war gespannt und neugierig. Pünktlich um 20 Uhr klingelte es, alles aufbauen, ein Gespräch, die Massage. Bilder auf Facebook, Wohlfühlgefühl, alles war ein Erfolg.

Am morgen danach als der Kaffe langsam die Temperatur erreichte getrunken werden zu können, bekam ich auf Facebook mit, wie inspirierend es war. Sylvia, eine Facebookfreundin deren Beiträge ich schon länger mit Begeisterung verfolge hat sich dazu entschlossen wieder mobile Massagen anzubieten. Mir ging ein wenig das Herz auf. Zum einen weiss ich das es Menschen geben wird, denen dadurch geholfen wird, zum anderen merkte man sofort das es auch Sylvia gut tun wird.

Vermutlich wird sie nach einer Massage weiterempfohlen, bekommt dadurch einen Kontakt, der wiederum etwas ganz neues auslöst. Man merkt schnell wie alle zusammenhängt. Wie alles entsteht, sich verändert. Die Gabe dazu, dies zu erkennen hat jeder von uns. Immer gesetzt den Fall man interessiert sich dafür wie es weitergeht.
Auch ein kleiner Teil des ganzen. 

Dies bedeutet nicht zwangsläufig das wenn jedes mal das Telefon klingelt wunderbare Dinge geschehen. Es bedeutet aber das immer etwas passiert. In der Zeit in der man telefoniert kann man nicht viel anderes machen. Das löst wiederum Situationen aus die sich anders entwickelt hätten wenn man ins geschehene aktiv eingegriffen hätte.

Jede Entscheidung die wir treffen, jeden Tag, jede Stunde und Minute, jede Begegnung die stattfindet verändert irgend etwas. Der Plausch auf der Strasse führt dazu das man zu einer anderen Zeit an einen Ort kommt, der dann schon wieder verändert ist. Es sind andere Menschen dort, als vielleicht vor 5 Minuten. Bei festen Situationen wie der Stammtisch wirken sich die 5 Minuten Plausch dahin gehend aus, das gesprochen wird. Mit diesen Informationen die sonst nicht kommuniziert würden, wird im Nachgang wieder eine neue Veränderung geschaffen. Man könnte hier endlos darüber schreiben. Der Kurze Abschiedskuss am morgen führte dazu das man mit seinem Wagen 12 Sekunden später die Kreuzung erreichte in der das Schulkind unachtsam über die Strasse rannte...

Wir alle sind teil davon. Teil von etwas grossartigem und sehr komplexen. Wir werden nicht mit allem die Welt verändern. Doch manchmal lösen wir Dinge aus von denen wir gar nichts mitbekommen. Immer dann, wenn bei einem selbst oder beim anderen die Zeit dafür reif ist. Dieses ganze System ist der Beweis dafür wie jeder einzelne gebraucht wird, das jeder einzelne eine viel größere Wirkung auf alles hat als man wahrnimmt.

So etwas freut mich. Zu beobachten wie Dinge entstehen. Oft bekommt es der andere gar nicht mit, unter,- oder überschätzt es. Und das dürfte auch gut so sein. Wir würden alle in kürzester Zeit wahnsinnig werden wenn wir alles mitbekommen würden was wir auslösen. Eines ist aber sicher. Wir selbst haben alles in der Hand. Wir setzen unsere Toleranzgrenzen selbst, schätzen ab,  lehnen uns dagegen, und befürworten. Alles im Rahmen unserer Möglichkeiten. Wir haben die Möglichkeit Mut zu definieren, und dürfen uns genau so vor Entscheidungen drücken. Alles mit dem Ergebnis der Veränderung und dem damit verbundenen das etwas neues entsteht.

Mittwoch, 12. November 2014

Umzug nach Ulm


Fast jeder kennt die Situation. Ein Umzug steht an. Na endlich sagen die einen, Oh Gott sagen die anderen. "Nun denn" sagte ich.

In 10 Jahren kann einiges zusammen kommen. Gerade in einem Haus das massig Platz bietet. 15 Kubikmeter als Containerplatz reichen vollkommen aus meinte der freundliche Fahrer der Ihn wie bestellt brachte.

Haben Sie auch. Nur eben nur ein paar Stunden. Meine 100 Kilo Lebendgewicht reichten aus um ein paar Zentimeter mehr Platz zu schaffen.

Das ein Umzugsunternehmen in der Regel pünktlich ist, davon geht man aus. In der Regel. Gemütlich, während ich schon panisch telefonierte (Ich kannte die Menge) trafen Sie dann ein. 3 Nette Rumänen die eigentlich zu 4 sein sollten. Dies hatte, nebenbei bemerkt, auch den Hintergrund eines amerikanischen Kühlschranks der mehrere hundert Kilo wog. Wir organisierten einen 4 Mann, und nach 7 Stunden, es wurde langsam Abend, wurde klar das man nicht annähernd eine Chance hatte alle fertig zu bekommen, geschweige denn, alles in die neue Wohnung zu gekommen.

So standen wir da. Eine Mastercard, ein paar wenige Klamotten die schrecklich nach Bauschutt müffelten und ein Ladekabel war der einzige Besitz. Zum Glück gab es ein Hotel das uns beherbergte.

Am 2. Tag dann die ernüchternde Nachricht. In den nächsten Tagen wird nicht viel passieren. Nichts, um genau zu sein. Hebebühne kaputt, alle andere im Einsatz. Es begann eine Nacht nach der anderen auf einem Notluftbett. Bandscheibenvorfall inclusive.

Endlich war er da der Donnerstag. Unsere Sachen kamen. Zumindest Teile davon. Da in der neuen Wohnung keine Lampen waren, waren diese natürlich wichtig. Lampen, ja... schön wärs... Die wurden natürlich in der alten Wohnung vergessen. Also vergessen ab zu montieren. Andere Dinge im übrigen auch, dies sollten wir dann allerdings erst bei der Wohnungsübergabe bemerken.

Die Tage füllten sich mit Ausreden und magischen Momenten. Eine ganze Küche die niemals von dem Umzugsunternehmen mitgenommen werden sollte war unter anderem für alles verantwortlich. Gedächtnislücken taten sich auf, und wie ein heiligen Abendmahl ist der Groschen dann gefallen als der Hahn drei mal krähte.

Die Zeit für die Besichtigung vor dem Umzug um alles kalkulieren zu können, hätte man genau so gut in  St. Tropez verbringen können. Zum Glück wurde der Dachboden noch von uns leergeräumt. Auch dies wurde natürlich nie vereinbart.

Unsere Sachen haben wir nun alle wieder. Einige haben wir bei der Übergabe selbst geholt, bei anderen hat es funktioniert. Einige neuen mussten wir entsorgen, da sonst die Übergabe nicht funktioniert hätte. Und dies war günstiger als nochmals einen Monat Miete zu bezahlen.

Wir baten um Termine um alles zu besprechen. Wir bettelten um unsere Sachen. Wir hatten Tagelang Geduld. Bislang war das Ergebnis ernüchternd .

Subunternehmer arbeiten für grosse Speditionen. Logistik muss funktionieren. Vielleicht tut Sie das auch. Wer umzieht muss sich auf das Unternehmen verlassen können. Den Schaden den wir hatten geht in die tausende. Arbeitsausfall weil alles auf LKW's war, Hotelkosten, Klamotten, was weiss ich was noch alles. Vielleicht hat man am falschen Fleck gespart. Wir gingen davon aus, das es nicht so war als wir den Auftrag unterschrieben haben.




Samstag, 20. September 2014

Blitzermarathon

Blitzermarathon


Er war Umstritten, er war heiss diskutiert, beliebt und unbeliebt zugleich. Der Blitzermarathon. Bis 6 Uhr morgens des folgetages wurden verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. In den Medien konnte man sich vorher über die Standorte der Messungen informieren. Tolle Sachen meinten einige, Blödsinn - wenn man vorher weiss wo, sagten andere. Die machen sich doch lächerlich, sagten andere, und wiederum einige meinten, das es nichts bringe. 


Ich selbst habe ein 0 Punkte Konto. Natürlich werde ich ab und an geblitzt. Einmal 6 km/h zu schnell, dann 11 Km/h, dann wieder 5 Km/h. Das war's im Jahr 2014. Wer längere Fahrten hinter sich hat, tut sich schwer stundenlang exakt 100, oder die erlaubten 50 oder 70 km/h zu fahren. Ich rede nicht von 100 Km/h zu schnell. Ich rede von 5 km/h zu schnell.

Man kann es wie die meisten sehen. Es wird ordentlich Geld verdient auf Deutschlands Strassen. Selbstverständlich zum Wohle der Sicherheit.

Wie wäre es mit einem Schmarotzermarathon in dem Beamte des Arbeitsamtes freiwillig 2,3 Schichten mehr machen, um die ganzen Sozialschmarotzer aus dem System zu schmeissen? Oder ein Antialkoholmarathon wo jugendliche unter 15 Jahren zum 100 Stunden Aufräummarathon verdonnert werden wenn sie mehr als 0,5 %o haben. Ein Antidrogenmarathon bei dem Bundesweit 2.000 verdeckte Ermittler eingesetzt werden. In Schulen, in Discotheken, am Bahnhof.

Ein Tierschutzmarathon, ein Familienmarathon, ein Alleinerziehende Mutter Marathon. Ein Job Marathon, ein Überflallüberwachungsmarathon, ein Marathon von dem Menschen die Hilfe brauchen etwas haben, ohne das dabei bezahlt werden muss. Ein Marathon der vom Staat aus geht. Ein Marathon bei dem jeder Beamter freiwillig seinen Arbeitspart dazu gibt. Ein Marathon der Ergebnisse erzielt. Bundesweit. Aufklärungsarbeit leistet, Familien eine kleine Besonderheit bietet, oder Chancen verteilt an diejenigen die sonst keinen Ausweg mehr kennen. Einen Marathon in dem altes überholt. und ungerechtes aufgearbeitet wird. Einen Marathon der die Bewohner dieses Landes stolz macht. Ein Marathon der uns alle die wir Steuern bezahlen sagen lässt: " ja, das war vernünftig".

Einen Fernseherfreien Marathon - Einen ganzen Tag lag, und jede Eisdiele schenkt jedem Kind eine Kugel Eis. Diesem Kind, dessen Eltern das ganze Jahr über 1.10EUR pro Kugel bezahlen.

Mit dem eingesparten Geld könnte man Schulen modernisieren, Arbeitsämter mit neuen schnellen Druckern ausrüsten damit Arbeitssuchende die Möglichkeit haben Ihre Bewerbung auszudrucken, und diese nicht aussieht wie in den 80er Jahren.

Ich denke es gäbe hier noch viele weitere Ideen. Die Idee überall zu blitzen bringt wohl am meisten, sonst hätte sich jemand vielleicht, über meine Ideen gefreut.


Freitag, 15. August 2014

Lass den Klick in Deiner Stadt

Lass den Klick in Deiner Stadt
Sei professionell und freundlich zu Deinen Kunden
Biete Service an
Nutze das internet für Dich
...Und mach Dir danach keine Sorgen das niemand zu Dir kommt. 



Viele grüne Aufkleber mit schwarzer Schrift auf denen es heisst: "Lass den Klick in Deiner Stadt" sieht man zur Zeit an Ulmer Ladentüren.

Eine Aktion, die darauf hinweist, das man in ulmer Geschäften einkaufen geht, und nicht im Internet bestellt. 

Dienstag Abend, 18:55 Uhr im Studio. Das Telefon klingelt, ein Kunde ist dran. "Ich war vor 2,3 Jahren bei Ihnen und habe Bewerbungsbilder machen lassen. Diese brauch ich jetzt ganz schnell, und die waren auf meinem alten PC abgespeichert."

19:44 Uhr. Die Email mit dem Bild geht an den Kunden raus. Seit 45 Minuten haben wir eigentlich schon geschlossen.  11 Festplatten durchsucht, Bild gefunden, Kunde glücklich. 

Auf die Abenteuer die man im Einzelhandel erlebt will man nicht mehr eingehen. Ich selbst hätte vielleicht auch keine Lust für 2000 Euro 50 Stunden in der Woche durchgehend freundlich sein zu müssen. Unmögliche Kunden, nervige immer wieder kehrende Fragen, Stress. Wie es so ist, das Problem Onlinehandel gibt es schon seit vielen Jahren. Nur merkt man eben jetzt die unterschätzte Auswirkung. Als Fotostudio sind wir davon nicht betroffen. Onlineshop, und Bilder nachbestellen sind Bestandteile von uns , und das seit Jahren. 

Wer allerdings die Warenwirtschaftliche Möglichkeit hat, sollte darüber nachdenken, seinen Kunden auch eine Onlineinkaufsmöglichkeit zu geben. 

Wenn manche Chefs wüssten was alles passiert, überwacht das Geschäftsführerauge nicht höchstpersönlich den Laden, Sie würden vermutlich morgen alleine da stehen. Das Thema Personal ist bei der Selbstständigkeit mit unter eines der schwersten. Richtig gutes Personal hat Ansprüche, richtig schlechtes ruiniert den Ruf. 

Wenn man durch die Läden schlendert, und Gespräche und Situationen mitbekommt, bleibt die Frage nicht offen, warum es überhaupt soweit kommen musste.


Damals und Heute an einem Platz - Ulm
Wenn ich Nachts nicht schlafen kann liege auch ich mit dem Ipad im Bett, und freu mich wenn ich etwas gefunden habe, von dem ich gar nicht wusste das es dies überhaupt gibt. Speziellere Dinge die in Ulm nicht geführt werden, oder weil einem einfach die Zeit fehlt. Preise vergleichen - Vollautomatisch, Bergwertungen zur Funktionalität, und Qualität inclusive. Die Onlinewelt ist schön bunt, und man hat das Gefühl von Weihnachten wenn man sich auf das Päckchen freut. 

Viele Menschen die ein Geschäft in Ulm haben kenne ich sehr lange. Ich weiss wer den Internetkireg überleben wird, und wer an der Verkaufsfront fällt. Woher ? Man fühlt sehr schnell ob man sich als Kunde wohlfühlt, man gerne wieder kommt. Jemanden 500 Euro für ein paar neue Klamotten hinter hertragen, die von meiner Frage des Stoffes genervt ist, macht keinen Spaß. Wenn die Verkäuferin mit Ihrer Freundin redet, die gerade zu besuch ist, dann gönn ich das den beiden. Bemerkt man mich als Kunden und versucht zu fliehen, finde ich fast immer ein kürzere Gasse, um den Fluchtweg abzuschneiden. Und das :"Kollege kommt gleich Spiel" ist mit 1,2 Sätzen ziemlich schnell beendet.
manchmal steckt gar keine Absicht dahinter. Sondern einfach nur fehlendes Taktgefühl. Die innere Kündigung, oder das Wissen, dass das Praktikum ja eh nur noch 2 Tage dauert, dann sieht mich dieser Laden eh nie wieder. Mich, im übrigen als Kunden auch nicht. 

Wir alle leben von Empfehlungen. Im übrigen auch in privater Natur. Was gibt es schöneres als zu sagen:" Klar, geht hier und dort hin, sag einen Gruss von mir"? Das ist einer der unschlagbaren Vorteile gegenüber dem Onlinekauf. Nur, wen empfiehlt man denn wirklich ruhigen Gewissens weiter?  Die, bei denen man sich wohl fühlt, und Ahnung haben. Ob Fachgeschäft, Dienstleister, was auch immer. Bevor ich jemanden empfehle für den der schönste Platz auf dieser Welt das durchgesessene Sofa ist, schick ich Ihn auf die beste Webseite die mir zum Thema einfällt.

Natürlich brauch man Essen, Styling, Klamotten öfters als Fotos. und natürlich erwarte zumindest ich nie, das eine 1:1 Empfehlung zurück kommt. Aber ein kleines Danke kommt an und für sich immer. Und das ist mehr wert, als der 10 EUR Danke schön Gutschein aus dem Internet.

Manchmal könnte man meinen, je hochwertiger das Geschäft, desto , ich will jetzt nicht sagen arroganter, aber das würde es treffen, ist die Behandlung als zahlender Kunde. Ich kann niemanden sein Millionärsdasein ansehen. Kluge Menschen, die es zu etwas gebracht haben, machen viel das man dies auch nicht erkennt. Umgekehrt funktioniert dieses Spiel im übrigen auch. Wer hat es notwenig es nach aussen zu tragen? Diese Sorte Kunde wird keine 3.599 EUR für den Anzug bezahlen. Er wird vielleicht Posten: " Puh, heute mal wieder bei xy gewesen, die haben ja nur Müll zum anziehen". Kaufen wird er aber die gefäschte Marke für 79,90 EUR mit einem Klick der auch nicht in der Stadt bleibt.

Ich wünsche mir viele Klicks auf meiner Seite. Ob Schuhmacher, oder Lieschen Müller in mein Studio kommt, so werde ich zu beiden freundlich sein, weil ich mich einfach darüber freue. Ich werde weiterhin Spaß beim shoppen in Ulm haben, und auch Dinge Online kaufen. Beim Shoppen in Ulm spricht man immer mit Menschen, die dann auch umgekehrt zu einem kommen. Vielleicht lässt sich so vieles wegklicken.

Vielleicht manchen manche in Ihrer Art auch einfach so weiter, und fahren den Rest dann eben auch noch gegen die Wand. Ein Aufkleber wird sie auf jeden Fall nicht davor retten.

Montag, 11. August 2014

Von Grüpplein, Kunden und gescheiterten Existenzen

Von Grüpplein, Kunden und gescheiterten Existenzen

jeder kennt sie-die Facebookposts in denen es heisst:"Wer kennt einen guten..."Die Antworten sind spannend. Die guten freuen sich über Empfehlungen. Der erst empfiehlt sich selbst. Ich liebe Marketing, ich mag neue Ideen und Projekte die ankommen. Bevor ich mich aber in einem Post selbst empfehle, und mir mein Armutszeugnis unterschreibe, sollte ich meine Strategie überdenken. Ähnlich verhält es sich bei den sogenannten Agenten. Ein Bild von jemanden den ich kenne und das nicht von mir ist. Protest. Da wird geschrieben, gelästert, versucht umzubiegen was das Zeug hält. Der Kunde selbst wird in seiner Meinung bestätigt. Kauft man ein Auto, und ein anderer Händler bekommt das mit, ruft an, und macht den anderen schlecht, wird man kein das nächste Auto bestimmt auch nicht bei Ihm kaufen. Warum? Weil man weiss da alleine schon die Notwendigkeit so an Kunden zu kommen einer der unsymphatischten ist. Wie auch immer. Ich freue mich das wir so viele Eigenlöbler haben, und noch mehr Lästermäulchen. Ich kann eines versprechen. Da wird es noch einiges für euch zu tun geben. Die zeit dafür muss ja das sein, ich hab sie nicht... 


Wirtschaftskrise, Angst um den Arbeitsplatz, Verwirklichung, Freiheit. Fragt man nach Gründen für eine Selbstständigkeit nach, hört man diese Antwort in der Regel zuerst. Schnell wird im heimischen Wohnzimmer ein Schreibtisch hingestellt, vor dem dann zukünftige Kunden Empfangen werden, nachdem Sie durch die Küche kaschiert sind.  Bei den jährlichen 5 Kunden bleibt es dann auch. Schliesslich läuft alles immer richtig toll und klasse.  Der Vorteil liegt ja schliesslich auch auf der Hand. Während andere buckeln kann man gemütlich mittags vor dem Fernseher sitzen, und führt erfolgreich sein eigenes Unternehmen. In manchen Fällen sogar über 2,3 Jahre hinweg. Die paar wenige Freunde die bei Facebook einmal auf gefällt mit geklickt haben belächeln das ganze schon lange und das wirtschaftliche aus ist vorprogrammiert. Spätestens wenn die 20 Euro für Visitenkarten nicht mehr drin sind sollte man die Reissleine ziehen.  Wer nicht das Glück hat einen Millionär zu heiraten, kommt spätestens beim Bewerbungsgespräch in Erklärungsnot. 

Nicht das was wir uns wünschen wird sich erfüllen, sondern das für was wir bereit sind zu arbeiten. Selbstständig zu sein ist für viele ein Traum. Der eigene Chef, die besseren Verdienstmöglichkeiten, seine Freiheiten zu haben. Disziplin, fachliches können, und eine 80 Stunden Woche sind die Kehrseiten. ich selbst könnte ohne ein 80 Stunden Woche nicht mehr wirklich glücklich sein. Ob Maler, Architekt, Fotograf, oder Zahnarzt. Wer nicht jeden Tag einen neuen Kunden hat, wird sich schwer tun. Dafür nimmt ist auch der Mitbewerber einen zu hohen Stellenwert beim geschehen ein. 
Mit Neid kann ich inzwischen genau so gut umgehen wie mit Erfolg. 

Die meisten selbstständigen kennen das. Man wird angebettelt, hilft und wird danach abgehakt. Im besten Fall. Schlimmer wird es, wenn Situationen auf magische Art verschwinden, Gedächtnislücken entstehen, und sich der eigene Frust so ausbreitet, das es schon fast mitleidserregend wirkt. Eine Gemeinsamkeit hat diese Spezies. Über kurz oder lang gehts immer mehr in die Abhängigkeit anderer, die Ausreden und das sich selbst belügen wird ausgefeilter, und der Schein nach aussen bröckelt so sehr, das selbst der dümmste dahinter kommt das gar nichts mehr zusammen passt. 

Würde man sich von solchen Menschen in seinem täglichen Tun beeinflussen lassen , hätte man es wirklich schwer. Dabei gibt es so viele Menschen und Situationen die es Wert sind Zeit und können hinein zu investieren. Neue Projekte, tolle Ideen, Menschen die bereit sind etwas zu bewegen. Das ist die höchste Form der Anerkennung. Man ist froh wenn der Rest zum Mitbewerber geht. Man ist froh wenn die Aasgeier woanders lauern. Das Kopffrei - Prinzip ist wichtig. Wer sich als selbstständiger ständig mit Situationen blockiert die nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht keinerlei Mehrwert bieten, der muss sich nicht wundern wenn er für die wirklich wichtigen Projekte keine Zeit hat.  Opfer, die der hinterlistigen Lebensplanung einen Aktivitätsstatus geben findet man an jeder Ecke. Bei "Machern" wird es schon wesentlich schwieriger. 

Ich kenne selbstständige die phantastische Ideen haben. Ob mit oder ohne Geld. Dies ist im übrigen eine äusserst wichtiger Faktor, jedoch ein anderes Thema. Und was passiert? Wenn es nicht schlecht geredet wird, wird es ausgenutzt. Die Erfahrungen die daraus resultieren bringen einen dazu das ganze Vorhaben am besten gleich sein zu lassen. Hätte man nur von Anfang an mit den richtigen Leuten etwas zu tun gehabt. Die Krankheit Mensch schlägt immer wieder erbarmungslos zu. Noch vor gut einem Jahr hatte ich die Einstellung helfen zu müssen. Jungen Unternehmen eine Chance zu bieten. Bei wenigen hat es funktioniert. Bei den meisten scheiterte aus den unterschiedlichsten Gründen. Der neidische Partner, der mehr Zeit damit verbringt Geheimnisse aus der Vergangenheit nicht ans Tageslicht kommen zu lassen, und versucht alle Kontakte abzubrechen, den eigenen Schweinehund zu überwinden um sich Fehler einzugestehen, das Desinteresse am eigenen Unternehmen, oder schlichtweg die Meinung das ein professioneller Auftritt ja gar nicht sein muss, schliesslich will man ja lieber sein Leben mit Freizeit geniessen, bevor ein Kunde auf die Idee kommt, und mit einem Auftrag droht. 

Das alles sind vielleicht 2% des Abenteuers Selbstständigkeit. Heute, bald 6 Jahre nach dem Start habe ich mich von allem getrennt was mir nicht gut tut. Auch von Kontakten von denen ich wusste, das diese wiederum viel mit Menschen zu tun haben die nur ein Ziel verfolgen. Unruhe zu stiften. 
Ich freue mich über jeden einzelnen neuen und alten Kunden. Und doch möchte ich nicht jeden als Kunden haben. Das Völkchen das der Meinung ist, das sie so unglaublich wichtig sind, dürfen gerne zu unglaublich wichtigen Fotografen. Die Gruppe die der Meinung ist, das Ihr Geld in den eignen Taschen besser aufgehoben ist, darf ebenfalls gerne zu Fotografen gehen, die wirklich keinen Cent wert sind, und der Scheinheilige Rest sollte sein Leben unbedingt so weiter leben wie bisher. Aus einem Dackel kann man eben keinen Windhund machen. 

Bleiben also noch die 98,9% richtiger Kunden. 4-6 im Durchschnitt am Tag. 6 Tage, 49 Wochen im Jahr, 6 Jahre lang. Hochzeiten mit hunderten von Menschen nicht dazu gezählt.All dieses Menschen sei gesagt, das es für mich das schönste ist, wenn Ihr einfach einmal auf einen Kaffee vorbei kommt. Wenn Ihr mir erzählt das es mit dem neuen Job geklappt hat, und das Bewerbungsbild klasse war. Das Ihr bald heiraten werdet, oder euer Freund für die neue Firma neue Produktbilder braucht. Oft kommen auch Kunden zu mir und fragen mich, ob ich nicht zufällig eine Wohnung oder eine freie Stelle weiss. Natürlich weiss ich das. Wer sich selbstständig macht, hat die Möglichkeit hier kostenfreie Werbung zu machen, und ich kenne nur sehr wenige denen ich keine Kunden empfehlen konnte. Da mag dieses Grüpplein von gescheiterten Existenzen und Scheinwelten noch so rum jammern und lästern. Schliesslich bekommt Ihr nur 5% von dem mit, was tatsächlich jeden Tag in meinem Leben passiert. Und das reicht offensichtlich schon vollkommen aus, damit man sich viel zu lange mit "Peter Neher" beschäftigt, anstatt sein "Ding" auf die Reihe zu bekommen. Woher ich das wissen will? Das meine lieben, wird mein Geheimnis bleiben :.)